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Enttäuschung nach dem Out Federer: «Ich fühle mich gerade furchtbar»

Der Schweizer sprach nach seinem Ausscheiden in Wimbledon von einem «durchschnittlichen» Tag, lobte aber auch seinen Gegner.

Legende: Video Zusammenfassung Federer - Anderson abspielen. Laufzeit 3:17 Minuten.
Vom 11.07.2018.

Erstmals seit 2013 hat Roger Federer in Wimbledon vor den Halbfinals die Segel streichen müssen. Nach einem beeindruckenden Start liess der Schweizer nach. Erklärungen dafür fand er in der Medienkonferenz nur ansatzweise.

Das sagte Roger Federer über...

  • ... die Probleme von der Grundlinie: «Ich konnte die Ballwechsel nicht so gestalten, wie ich wollte. Insbesondere die «Aufschlag/Nächster Schlag»-Kombination hat überhaupt nicht funktioniert. Es war, abgesehen vom ersten Satz, ein durchschnittlicher Tag meinerseits. Danach habe ich mich nie mehr zu hundert Prozent wohlgefühlt.»
  • ... die mentale Müdigkeit: «Wenn ich ehrlich bin, habe ich während des Matches keine mentale Müdigkeit gespürt. Jetzt bin ich extrem müde und fühle mich furchtbar. Es ist schrecklich. Aber so läuft es manchmal. Gratulation an Kevin.»
  • ... die Verarbeitung der Enttäuschung: «Ich weiss nicht, wie lange es dauern wird, darüber hinwegzukommen. Vielleicht eine ganze Weile, vielleicht nur eine halbe Stunde. Ich habe keine Ahnung.»
  • ... die Motivation, nächstes Jahr zurückzukehren: «Niederlagen wie heute schmerzen, man möchte nicht auf der Verliererseite sein. Es motiviert mich, es besser zu machen, damit ich nicht wieder eine Niederlage erklären muss. Es ist das schlimmste Gefühl, das man als Tennisspieler haben kann.»

Federer unterliess es aber nicht, seinem Gegner zu gratulieren. «Er war sehr konstant und solid und hat sich nicht abhängen lassen. Er hat das getan, was er tun musste», zollte der Baselbieter Anderson Respekt.

Rückkehr nach Wimbledon das Ziel

Federer erklärte, dass es sein Ziel sei, nächstes Jahr nach Wimbledon zurückzukehren. Erst einmal aber steht Ablenkung auf dem Programm, bevor es in die Vorbereitung für die Nordamerika-Tournee geht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 11.07.18, 14:00 Uhr

19 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Spirig (lalelu)
    "Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen." (Redensart). was man da im www wieder an kommentaren lesen "darf" ist schon hammer. zum glück verarbeitet RF solche niederlagen wie ein champion, was er schon oft bewiesen hat. ich habe keinen zweifel, dass es auch dieses mal so sein wird.
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Ich weiss nicht, ob RF eine "solche" Niederlage (Schlappe in einem GS-Viertelfinal als absoluter Turniertopfavorit nach einer 2:0-Satz-Führung samt Matchball im 3. Satz, nach problemlosem Überstehen der ersten vier Turnierrunden) schon einmal erlebt hat. Seine Niedergeschlagenheit samt den ehrlichen Aussagen im Interview zeigt dies ja auch. Es wäre toll, Herr Spirig, wenn es RF tatsächlich gelingt, diese Niederlage zu verarbeiten und als Champion zurückzukehren. Für Spannung ist gesorgt.
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    2. Antwort von Thomas Spirig (lalelu)
      er hat schon einige sehr bittere niederlagen verarbeiten müssen. zwei mal nacheinander HF an den USO, beide mal glaub sogar mit zwei MP gegen ND und dann doch noch verloren. 2011 gegen tsonga wimbledon VF. und der MP war ja nicht bei eigenem aufschlag. gegen einen wie KA ist ein solcher MP natürlich nur ein "halber", genau wie die breakchancen etwas anders interpretiert werden müssen gegen solche aufschläger.
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  • Kommentar von Guido Casellini (CAS)
    "Es motiviert mich, es besser zu machen, damit ich nicht wieder eine Niederlage erklären muss" und dies sagt der GOAT .....was für eine Lehre ! Grazie RogerOne !! Jetzt geniesse aber etwas Ferien mit der ganzen Familie !!
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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    RF ist im Moment nicht zu beneiden. Es kommt ja in diesem Jahr auch Vieles zusammen: Längere Zwangspause aus gesundheitlichen Gründen. Missgriff seines (zu stark gewinnorientierten) Managements beim Ausrüsterwechsel samt grossem Imageverlust. Extreme Abschottung seiner Kinder von einem normalen sozialen Leben, was ihn als fürsorglicher Vater wohl sehr belastet. Zweiter sportlicher Tiefpunkt des (bisherigen) Rasenkönigs innerhalb weniger Wochen. Hoffentlich kann RF das Ganze psychisch verkraften.
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