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Formel E Ungewisse Zukunft in der Schweiz

Der E-Prix in Bern war das zweite Schweizer Rennen der Formel E. Gibt es ein drittes? Wenn ja, wann?

Sébastien Buemi
Legende: Wann feiert er wieder in der Schweiz? Sébastien Buemi Keystone

Nach Zürich 2018 machte die Formel E dieses Wochenende in Bern und damit zum 2. Mal in der Schweiz Halt. Mit Sébastien Buemi schaffte es erstmals ein Schweizer bei einem Heimrennen auf das Podest.

Zwei Schweizer Starter in einem 22er-Feld (Edoardo Mortara musste das Rennen aufgeben), eine attraktive Rennstrecke, geschätzte 100'000 Zuschauer, eine rot-grüne Stadtregierung, welche ein Autorennen unterstützt – die Bilanz könnte eigentlich positiv ausfallen.

Ich habe versucht, das Rennen so gut wie möglich zu geniessen.
Autor: Sébastien Buemi

Die Kehrseite: Ein Quartier, das rund eine Woche weitgehend gesperrt ist, Demonstranten, die Werbebanner herunterreissen, Skepsis gegenüber den Promotoren einer Rennserie, die sich nicht scheuen, ausgerechnet das saudische Regime zu hofieren. Die Formel E startet seit dieser Saison jeweils in Saudi-Arabien, das wegen Menschenrechtsverletzungen und der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi stark kritisiert wird.

Co-Gründer droht

In der Saison 2019/20 figuriert die Schweiz nicht im Rennkalender. «Wir würden gerne in die Schweiz zurückkehren, wenn auch nicht im nächsten Jahr», sagte Formel-E-Co-Gründer Alberto Longo in der Berner Zeitung. «Grundsätzlich gehen wir gerne dorthin, wo wir uns willkommen fühlen.»

Vorfälle wie die Demonstration vom Donnerstag, bei welcher den Organisatoren zufolge Schäden in Höhe von 400'000 Franken entstanden, «helfen dabei sicher nicht», ergänzte Longo.

Rennen 2021 in Genf?

2021 möchte die Swiss E-Prix Organisation AG ein Rennen in Genf durchführen. Allerdings bewerben sich immer wieder neue Städte. So ist Seoul 2020 erstmals dabei. Sollte der Elektroauto-Markt weiter boomen, dürften sich Länder mit grossen Automobil-Konzernen noch stärker für die Rennserie, die grosses Werbepotenzial verspricht, interessieren.

Legende: Video Buemi fährt beim E-Prix von Bern auf das Podest abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.
Aus sportaktuell vom 22.06.2019.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.6.19, 17:40 Uhr

17 Kommentare

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  • Kommentar von Hubert Glauser  (hubiswiss)
    Ich finde die Formel E einen guten Sportanlass. Er sollte regelmässig in der Schweiz durchgeführt werden.
    Die Kritik verstehe ich nicht. Dann dürfte man auch kein Lauberhorn Rennen mehr durchführen. Dort ist der Aufwand enorm, während Tagen fliegen Helikopter und bringen das Material in die Höhe. Enorm viel Kunstschnee wird produziert. Dieser Verbrauch wird nicht kompensiert im Gegensatz zur Formel E. Die Formel E kommt in die Stadt, dadurch gaben die Zuschauer kürzere Anfahrtswege. Weiter so!
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  • Kommentar von Silvio Spescha  (Silla)
    Ich teile die Meinung mit Max Lohner. Warum nicht die normalen F1 Strecken benutzen? Haben die Städte Zürich, Bern, Berlin nötig Reklame zu machen? Die Stadtverwaltung z.B. in Zürich war nicht einmal Initiant für die Rennen. Geht doch, um die Rennen atraktiv zu gestallten, auf die F1 Strecken. Wenn es sein muss hier bei uns, dann bitte Überland, wo auch mal überholt werden kann. Das in Bern war das allerletzte.
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  • Kommentar von Heidy Rüegg  (heidy70)
    E-Autos brauche doch Batterien, und die Herstellung belastet die Umwelt. Dann wird immer wieder gesagt, dass man Strom sparen soll, aber man macht Formel E-Rennen. E-Rennen machen Sinn, worin liegt der Sinn?
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    1. Antwort von Peter Singer  (P.S.)
      Bei jedem Grossereignis wird Energie verbraucht. Die paar elektro-Rennwagen verbrauchen aber viel weniger Energie als der tägliche Strassenverkehr in der Stadt Bern. Es geht ja auch darum, die neue Technologie weiterzuentwickeln und das geht am besten mit einem Wettbewerb.
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