Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

An der Rugby-WM in Japan Trotz WM-Viertelfinal steht Frankreich vor der Rebellion

Frankreichs Rugby-Nationalmannschaft stellt sich vor dem letzten Gruppenspiel an der WM gegen England gegen den Trainer.

Baptiste Serin nach einem Try gegen die USA.
Legende: Gibts für Frankreich eine Bauchlandung? Baptiste Serin nach einem Try gegen die USA. Keystone

Die Forderung, die das französische Rugby-Nationalteam aus der Heimat erreichte, war unmissverständlich.

Schmeisst eure Trainer raus, übernehmt selbst die Kontrolle

Das sagte Mourad Boudjellal, Präsident beim einflussreichen Topklub aus Toulon, dem viele der Nationalspieler angehören. Um die WM-Mission in Japan nicht zu gefährden, sollten «Les Bleus» ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Zwist mit dem Captain

Denn beim französischen Team rumort es vor dem Gruppenfinal am Samstag gegen England. Die bisherigen Auftritte waren trotz Siegen gegen Argentinien (23:21), die USA (33:9) sowie Tonga (23:21) und des damit gesicherten Viertelfinal-Einzugs mässig.

Dass Trainer Jacques Brunel sich daraufhin mit Captain Guilhem Guirado überwarf und den 33-Jährigen absetzen will, brachte das Fass zum Überlaufen.

Trainer vs. Spieler

Zuletzt traten die Differenzen zwischen der Mannschaft und dem nach dem Turnier scheidenden Nationalcoach offen zu Tage, mehrere Spieler stellten sich öffentlich hinter ihren Teamleader. Innendreiviertel Gaël Fickou stellte beispielsweise fest:

Es gibt keine Diskussion, wer unser Captain ist: Guilhem Guirado. Wir stehen alle hinter ihm.

Und Star-Aussen Maxime Médard betonte: «Er ist unser Anführer. Egal, ob er auf dem Feld steht oder nicht.»

Beruhigt Taifun «Hagibis» die Situation?

Die Situation vor dem Duell um den Gruppensieg gegen England ist also mehr als angespannt. Ob es wirklich zur Rebellion gegen den Trainer kommt, wird mit Spannung erwartet. Schliesslich hatten die Franzosen schon beim Turnier 2011 ein ähnliches Manöver vollzogen und sich gegen ihren damaligen Coach gestellt – und daraufhin trotzdem den Final erreicht (7:8 gegen Neuseeland).

Retten könnte Brunel das Wetter. Wegen des nahenden Taifuns «Hagibis» droht die Partie gegen England nämlich abgesagt zu werden. Für Brunel könnte also ausgerechnet der Sturm Ruhe inmitten des Wirbels bringen.

Sendebezug: Radio SRF 1, 06.10.2019, 17:10 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.