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Fluck gibt Abschied bekannt
Aus sportflash vom 07.07.2020.
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Er wollte weitermachen STV plant Tokio 2021 ohne Cheftrainer Fluck

Die Schweizer Kunstturner reisen mit einem neuen Cheftrainer an die Olympischen Spiele 2021. Der Schweizerische Turnverband verlängert den Vertrag mit Bernhard Fluck nicht.

Entgegen dem Wunsch von Bernhard Fluck, die Kunstturner an die Olympischen Spiele 2021 zu führen, tritt ein neuer Cheftrainer die Reise nach Tokio an. Wer Flucks Nachfolge antritt wird, gab der STV noch nicht bekannt.

Ich fühle mich von den Verantwortlichen ausgenutzt.
Autor: Bernhard Fluck

«Ich mache mir Sorgen um die Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio», betonte Fluck, der im nächsten Mai seinen 65. Geburtstag feiert. Er fühle sich «von den Verantwortlichen ausgenutzt.» Der Zürcher hatte sich Ende März nach der coronabedingten Olympia-Verschiebung bereit erklärt, bis im August 2021 weiterzumachen, stiess bei seinen Vorgesetzten aber auf taube Ohren.

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Fluck: «Das ist sicher nicht ideal»
Aus Sport-Clip vom 07.07.2020.
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SRF-Kunstturn-Experte Roman Schweizer meinte dazu erstaunt: «Für mich ist das eine riesige Überraschung.» Er sei überzeugt davon gewesen, dass Fluck das «grosse, lange Projekt» zu Ende führen dürfen werde. Gerade an Olympischen Spielen sei es zentral, dass Trainer und Team eingespielt seien.

Da die definitive Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio 2021 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher ist und gleichzeitig die Planung und der Aufbau für Paris 2024 in Angriff genommen werden muss, entschied der STV [...], dass er am Zeitplan der Nachfolgeregelung festhalten will.
Autor: Thomas GreutmannMedienchef STV

Der STV erklärte in einer Stellungnahme: «Da die definitive Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio 2021 zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher ist und gleichzeitig die Planung und der Aufbau für Paris 2024 in Angriff genommen werden muss», habe man entschieden, am Zeitplan festzuhalten. Es sei geprüft und wieder verworfen worden, die Nachfolgeregelung nach hinten zu verschieben, erklärte STV-Medienchef Thomas Greutmann.

Fluck übernahm die Schweizer Männer-Riege Anfang 2009 und führte das Team in die erweiterte Weltspitze. An der WM 2019 resultierte Rang 7. 2016 in Rio war der STV erstmals seit 1992 wieder mit einer Mannschaft bei Olympia vertreten. Den Höhepunkt schaffte das Quintett 2016 an der Heim-EM in Bern, als es Team-Bronze gewann.

Turn-WM nicht in Kopenhagen

Die Weltmeisterschaften im Kunstturnen werden 2021 nicht in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen stattfinden. Der dänische Verband hat sich von der Ausrichtung des internationalen Events zurückgezogen, wie der Weltverband (FIG) mitteilte. Die 50. WM sollte im Oktober 2021 in Kopenhagen stattfinden. Zu den Gründen und einem möglichen neuen Gastgeber oder WM-Termin äusserte sich die FIG in ihrem knappen Statement nicht.

SRF zwei, sportflash, 7.7.2020, 20 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Fröhlich  (Froh)
    Völlig unbegreiflich, ohne Wertschätzung und Respekt gegenüber Beni Fluck mitsamt seinem Team, ist dieser STV Entscheid zu werten.
    Einmal mehr ein Affront der Superlative!
    Unrühmlich und ganz einfach beschämend, das Verhalten des Schweizerischen Turnverbandes!
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  • Kommentar von Roland Gegenschatz  (Roland Gegenschatz)
    Der erfolgreichste Trainer seit Jahrzehnten muss gehen, 8 Mt. vor den Olympischen Spielen! B. Fluck hat das Schweizer Männerkunstturnen wieder auf internat. Niveau gebracht. Und jetzt werden zwei von drei Trainern auf 2021 ausgewechselt. Wo liegt da die Strategie? Erfolg macht eben auch neidisch. Ist der Ausblick auf 2024 nicht erst angebracht nach den OS 2021? Erfolgreiche Trainer jetzt auszuwechseln ist fahrlässig. Man müsste die inkompetente obere Etage austauschen, und zwar möglichst sofort.
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  • Kommentar von Richard Bremgartner  (Richard)
    Ich denke ein so Erfolgreicher Trainer, wie es Herr Fluck ist, hatte die Schweizer Turnriege in den letzten 60 Jahren nie gehabt. In diesem Fall, und in der jetzigen besonderen Lage ist es unverantwortlich einen so gut qualifizierten Trainer nicht bis Olympia weiter zu verpflichten. Die Manager des Verbandes sind jetzt in der Plicht eine gute Erfogsorientierte Nachfolgelösung zu präsentieren. Sollte ihnen dies nicht gelingen, erwarte ich ihren sofortigen Rücktritt, ohne Ausstiegsprämien.
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