Zum Inhalt springen

Header

Audio
Wechsel ohne Agenten? Der Transfer Room soll es möglich machen (Radio SRF 1, Abendbulletin, 29.6.2020)
abspielen. Laufzeit 02:46 Minuten.
Inhalt

Transfer Room als Alternative Finden die grossen Transfers bald online statt?

In der Corona-Krise sind viele Klubs gezwungen, zu sparen. Helfen könnte dabei eine Revolution im Transferwesen.

Kaum Zuschauereinnahmen, weniger Geld aus TV-Verträgen, ausbleibende Transfermillionen. Das Coronavirus sorgt dafür, dass viele Fussballklubs im In- und Ausland den Gürtel enger schnallen müssen. Hohe Ausgaben für Transfers liegen da schnell einmal nicht mehr drin – umso mehr, wenn dazu noch Kommissionen an Agenten und weitere beteiligte Personen kommen.

Hohe Ausgabe für Berater

Laut Zahlen, die dem Blick vorliegen, Link öffnet in einem neuen Fenster, gaben die 20 Klubs der beiden höchsten Schweizer Ligen in den letzten 12 Monaten 7,5 Millionen Franken für Beraterdienstleistungen aus. Das Spektrum reicht dabei von 7000 (FC Winterthur) bis zu 2,2 Millionen Franken (Basel).

Viel Geld und hohe Einsparmöglichkeiten – gerade in Corona-Zeiten. Doch wie sollen Transfers ohne Zutun von Agenten und Beratern abgewickelt werden?

Virtuelle Tauschbörse

Möglich machen soll dies eine digitale Plattform, die immer grösseren Zulauf erhält: Transfer Room. Auf dieser «Online-Tauschbörse» können Vereine Spieler, die sie abgeben möchten, öffentlich anbieten. Auf der anderen Seite kann ein Klub ein «Inserat» schalten, nach einem Spieler für eine spezifische Position oder mit einem bestimmten Profil suchen.

Dazu kommen gelegentliche physische oder virtuelle Treffen, bei denen man sich mit anderen Klubs austauschen und neue Kontakte knüpfen kann.

2017 der erste Transfer-Room-Transfer

Der Clou an der ganzen Sache: Der Kontakt zwischen den Klubs läuft nur über die Plattform und ist damit deutlich billiger als derjenige über Agenten, die alle ihren Anteil an einem Transfer haben wollen. Zwischen 200 und 3000 Franken pro Monat kostet Transfer Room die Vereine – ein Bruchteil dessen, was Beraterhonorare verschlingen.

Noch hat die Plattform – auf der 2017 der erste Wechsel abgeschlossen wurde und in diesem Sommer mehr als 100 Transfers erwartet werden – die «alten» Abläufe nicht abgelöst. Grosse Transfers werden nach wie vor über Berater abgewickelt. Doch das Interesse der Klubs, daran etwas zu ändern, ist anscheinend da.

Schweizer Quintett dabei

Weltweit haben sich mehr als 500 Klubs angemeldet, aus der Schweiz ist es mit St. Gallen, YB, Basel, Lugano und GC erst ein Quintett. In der Ostschweiz wird es bislang vor allem als Netzwerk und Informationsquelle genutzt – einen Transfer haben die «Espen» mit Transfer Room noch nicht abgeschlossen.

Radio SRF 1, Abendbulletin, 29.06.2020 18:45 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.