«Die Lachszucht in Chile ist ein grober Eingriff in die Natur»

Lachsfarmen sind ein Millionengeschäft. Vor allem die chilenische Lachsindustrie ist mächtig, hinter jener Norwegens die zweitgrösste der Welt. Im Süden Chiles gibt es in den Fjorden über 1000 solche Aquakulturen in offenen Meerbecken. 

Zahlreiche Fischer mit Transparenten protestieren gegen Lachsfarmen in Chile.
Bildlegende: Die Lachsfarmen wecken auch Wut und Ängste bei den lokalen Fischern: hier Proteste auf der Insel Chiloé Keystone

Die Lachszucht sei auch ein grober Eingriff in die Natur, sagt SRF-Südamerika-Korrespondent Ulrich Achermann, der diese Aquakulturen besucht hat. Die Meeresarme würden verschmutzt, und die Lachse überlebten nur dank massiver Antibiotika-Zugabe, Hinzu komme, dass die Lachsfarmen die Rechte der Fischergemeinden und indigenen Völker im Süden Chiles verletzten.

 

Autor/in: Marlen Oehler, Redaktion: Marlen Oehler