Vom Digitalisieren und von Handschriften

  • Mittwoch, 13. November 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 13. November 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 13. November 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die Philipps-Universität in Marburg erfasst alle deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters. Die Zentralbibliothek Zürich digitalisiert alle Ausgaben der NZZ, um sie durchsuchbar und gratis ins Netz zu stellen. Das alte Manuskript auf Pergament oder Papier hat jedoch auch seine Qualitäten.

Zerstreutes wird zusammengeführt, Unbekanntes ans Licht gehoben, Verborgenes einem grossen Kreis von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt. Bibliotheken und Archive digitalisieren ihre Bestände, und diese sind auf einmal weltweit abzurufen.

Die Digitalisierung bietet der Forschung und Wissensdurstigen enorme Möglichkeiten. Doch auch historische Handschriften haben ihre besonderen Qualitäten, wie ein Besuch in der Stiftsbibliothek St. Gallen zeigt.

Beiträge

  • Kulturelles Erbe aus dem Mülleimer

    Die Marburger Philipps-Universität und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz untersuchen über 25'000 Manuskripte und Fragmente, die seit dem Mittelalter über die Welt verstreut wurden. «Vollständige Erfassung deutscher Handschriften des Mittelalters» heisst das Projekt.

    Die Forscherinnen und Forscher aus der Schweiz, Österreich und Deutschland interessiert nicht nur, was die Menschen schriftlich festhielten, sondern auch, was die Dokumente Neues über das Mittalter erzählen.

    Hans Rubinich

  • Wenn der Scanner summt

    Die Zentralbibliothek Zürich digitalisiert in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern und der NZZ alle Ausgaben der NZZ: 1.9 Millionen Zeitungsseiten seit 1780.

    Zwar bleiben die Ausgaben der letzten 25 Jahren hinter der Bezahlschranke der NZZ, die übrigen Zeitungsseiten aber werden ab Ende 2021 gratis für alle zugänglich sein.

    Die Digitalisate werden zur Zeit maschinenlesbar gemacht und die noch fehlenden Seiten eingescannt. Ein Besuch im Digitalisierungszentrum der Zentralbibliothek.

    Raphael Zehnder

  • Das Original: Die gute alte Handschrift

    Die St. Galler Stiftsbibliothek beherbergt eine grossartige Sammlung von gut 2100 Handschriften. Diese dokumentieren die europäische Kultur und die kulturelle Leistung des Klosters St. Gallen, das vom 8. bis zum 11. Jahrhundert zu den wichtigsten geistigen Zentren des Kontinents zählte.

    Etwa 670 der St. Galler Handschriften sind bisher digitalisiert. Doch die Originale, das mittelalterliche Kulturgut, haben ihre ganz besonderen Qualitäten. Der St. Galler Stiftsbibliothekar Cornel Dora zeigt einen Neuzugang zur Sammlung.

    Raphael Zehnder

Autor/in: Raphael Zehnder, Hans Rubinich, Moderation: Norbert Bischofberger, Redaktion: Noëmi Gradwohl