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Legende: Ein gutes Kissen trägt bei zu einem erholsamen Schlaf. Colourbox
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Testsieger Nackenstützkissen im Test: Nur zwei sind empfehlenswert

Von zehn Kissen im Test befindet «Öko-Test» lediglich zwei als «gut». Eines fällt komplett durch.

Wenn Nacken und Rücken schmerzen, versprechen sich viele Linderung durch ein spezielles Nackenkissen. Diese bestehen aus einem modellierten Schaumkern und sollen den Nacken stützen, die Wirbelsäule gerade halten und so für einen entspannten Schlaf sorgen.

Das deutsche Magazin «Öko-Test» prüfte bei zehn gängigen Nackenstützkissen mit Schaumstoff- oder Latexfüllung, wie gut sie diese Aufgabe erfüllen. Ausserdem wurde getestet, für welche Personen die Testprodukte geeignet sind.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Dazu erstellen die Experten folgenden Kriterienkatalog:

  • Abstützverhalten: Das Labor untersuchte dies mit Versuchspersonen in Rücken- und Seitenlage: mit einer Frau mit schmalen Schultern und relativ gerader Wirbelsäule und einem Mann mit breiten Schultern, höherem Gewicht und mit mittelstark gekrümmter Wirbelsäule.
  • Haltbarkeit/Formstabilität: Behalten die Kissen ihre Form bei Dauergebrauch? Wie reagieren die Kerne auf kühlere Temperaturen? Geben die Hersteller Informationen zur richtigen Verwendung der Kissen?
  • Schadstoffe: Befinden sich im Kissen gesundheitsschädliche Verbindungen?

Ein paar Tipps:

  • Seitenlage: Vom Becken bis zum Hals sollte die Wirbelsäule eine gerade Linie ergeben. Der Kopf liegt leicht gegen unten geneigt.
  • Rückenlage: Der Kopf liegt fast gerade auf dem Kissen. Die Höhe hängt davon ab, ob die Wirbelsäule gerade oder gekrümmt ist.
  • Bei beiden spielen Körpergewicht und Matratzenhärte eine wichtige Rolle.
  • Für Rückenschläfer kommt in der Regel der niedrige Kissen-Wulst in den Nacken, bei Seitenschläfern die höhere Wulst.
  • Oft reicht auch ein normales, relativ weiches Kopfkissen aus. Einen guten Stützeffekt erreicht man, indem man es der Länge nach faltet.

Für wenige geeignet und wenig formbeständig

Das Resultat ist nicht betörend. Ein Kissen fiel durch, sieben landeten im Mittelfeld. Die meisten Negativpunkte: Acht Kissen verlieren bei Dauergebrauch ihre Form. Ausserdem informieren die wenigsten Hersteller, für wen ihr Produkt geeignet ist und wie es richtig angewendet wird. Bei drei Stützkissen wurden problematische Inhaltsstoffe gefunden.

Hinzu kommt: Lediglich ein einziges Kissen ist für jedermann geeignet, also für schmale Schultern, breite Schultern, für Rücken- und für Seitenschläfer. Es handelt sich um Centa-Star Relax Gelax. Allerdings schaffte dieses Kissen unter dem Strich nur ein «Befriedigend», da es bei niedrigen Temperaturen relativ hart wird. Ebenfalls zu einem Abzug führten die mangelhaften Herstellerinformationen und der enthaltene optische Weichmacher.

Die Besten im Test

Gerade einmal zwei Kissen beurteilt «Öko-Test» als empfehlenswert. Es sind dies:

  • Allnatura Nackenstützkissen Sana-Vario 2 medium
    Preis: 114.90 Franken**
    Bemerkungen: Für schmale Schultern das beste Kissen in Seitenlage, für breite Schultern in Rückenlage. Höhenverstellbar durch Einlegeplatte.
  • Irisette Nackenstützkissen Piet Midi
    Preis: 119 Franken**
    Bemerkungen: Gut für schmale Schultern in Seitenlage und für breite Schultern in Rückenlage.

Quelle: Magazin «Öko-Test, Link öffnet in einem neuen Fenster» Ausgabe April 2019.
** Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 14. Mai 2019.

Legende: Video Matratzen im Test: Auch Günstige sind sehr gut abspielen. Laufzeit 07:49 Minuten.
Aus Kassensturz vom 03.12.2013.