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Andrea Hemmi Mitmachen, mitwirken, mitreden!

«Hallo SRF!» rückt seit 2015 das Publikum ins Zentrum. Dessen Fragen, Kritik, Lob, Bedürfnisse, Ideen. Kommunikationschefin Andrea Hemmi gibt Einblick: Was steckt dahinter? Worauf kommt es ihr an? Was ist geplant?

«Vom Austausch bei ‹Hallo SRF!› profitieren idealerweise beide Seiten: unser Publikum und wir», sagt Andrea Hemmi.
Legende: «Vom Austausch bei ‹Hallo SRF!› profitieren idealerweise beide Seiten: unser Publikum und wir», sagt Andrea Hemmi. SRF

«Mit Ihrer Musikauswahl kann ich nach wie vor nichts anfangen!» Nun gut. Begeisterung tönt anders. Doch auch dieses Statement eines Hörers ist mir wichtig. Es ist Teil von «Hallo SRF!» und erreichte mich nach einer unserer Publikumsveranstaltungen.

Natürlich gab es bei uns vor vier Jahren, als wir mit unserem Dialogprogramm «Hallo SRF!» starteten, gewisse Bedenken. Kommt da nicht zu viel Negatives? Inzwischen, nach vielen Begegnungen mit Zuschauerinnen und Hörern bei «Hallo SRF!», ist meine überzeugte Antwort darauf: nein. Wer wirklich den Austausch sucht, findet gerade in dezidierter Kritik ergiebigen Gesprächsstoff.

Vielleicht braucht es da und dort aber tatsächlich ein Umdenken. Denn es geht hier nicht um das, was oft abwertend mit «PR» bezeichnet wird und eigentlich «Schönfärberei» meint. Vielmehr geht es ganz wörtlich um Public Relations, um Beziehungen zur Öffentlichkeit, bei uns zum Publikum, um die offene Auseinandersetzung mit dessen Erwartungen und Ansichten.

Video
Publikumsaustausch bei «Hallo SRF! Unterhaltung» am 19.01.2019
Aus Hallo SRF! vom 21.01.2019.
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Mitmachen, mitwirken, mitreden – dies entspricht meines Erachtens einem generellen Bedürfnis in unserer Informationsgesellschaft. Unternehmen sind heute keine geschlossenen Systeme mehr, sie sind vernetzt und durchlässig. Gerade auch in der Medienbranche verschmelzen die Welten der Anbieter und Nutzer: Schweizerinnen und Schweizer kreieren Beiträge für den Film «Switzerländers», Leserinnen und Leser werden zu Leserreportern oder zu Verlegerinnen und Verlegern wie beim Online-Magazin «Republik», Zuschauer und Hörerinnen diskutieren nicht nur bei SRF mit.

Das Publikum wills wissen

Die Digitalisierung hat im Grunde in allen Branchen solche Beteiligungsformen begünstigt, vielfach Schwellen gesenkt und auf mehreren Ebenen Zugang erleichtert. Zugleich hat sie unter Kundinnen und Kunden auch die gegenseitige Vernetzung sowie deren Position gestärkt. Aus den neuen Kommunikationsmöglichkeiten hat sich eine neue Anspruchsmacht entwickelt. Unternehmen sehen sich heute nicht mehr allein mit den Ansprüchen «herkömmlicher» meinungsbildender Gruppen wie Politik, Medien oder NGOs konfrontiert, sondern auch mit neuen, ganz direkt geäusserten Ansprüchen ihrer Kundschaft.

Im Fall der Medien ist einer dieser Ansprüche zentral, im Fall vom öffentlich finanzierten Medienhaus SRF ganz besonders: Bürger, Kundinnen – oder eben: Gebührenzahlende – wollen genauer Bescheid wissen, Entscheide nachvollziehen und verstehen, wie Redaktionen arbeiten.

Für mich ist in unserem digitalen Informationsdschungel folglich ein Ziel wichtiger denn je: Vertrauen schaffen. Die Intensivierung des Publikumskontakts ist der Schlüssel dazu, und in diesem Kontext steht und entwickelt sich «Hallo SRF!» seit 2015.

Worüber möchten Sie eine Backstage-Geschichte lesen?

Schreiben Sie uns. Die meistgenannten Themen werden wir umsetzen und in der Rubrik «Backstage» veröffentlichen.

Einblicke schaffen Vertrauen

Dabei entpuppte sich ein Aspekt als besonders wertvoll: Nebst Zuhören und Erklären wollten wir vermehrt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen der Medienproduktion geben – etwa in der Publikumswoche 2017, in der 50 «Publikumsmitarbeitende» direkt in den Redaktionen mitwirkten, durch erweiterte Studioführungen, durch persönliche Backstage-Geschichten von SRF-Mitarbeitenden auf srf.ch/hallosrf, durch einen Newsletter mit exklusiven Einblicken und Angeboten, aber auch durch mitterweile 13 Online-Chats, in denen Sendungsmacher den Teilnehmenden live erklären, wie sie arbeiten.

«Hallo SRF!»-Chat zum «Donnschtig-Jass»

«Hallo SRF!»-Chat zum «Donnschtig-Jass»

Sie haben wieder das Wort – am 15. August 2019 um 21.45 Uhr!

Die Macherinnen und Machern vom «Donnschtig-Jass» nehmen nach ihrer Sendung am 15. August Stellung zu Ihren Fragen und Anmerkungen. Schreiben Sie uns, wie Ihnen die Sendung gefallen hat, was Sie freut oder stört. Oder schildern Sie uns Ihre Ideen.

Bereits ab 12 Uhr ist das Chatformular für Ihre Mitteilung geöffnet. Und von 21.45 bis 22.45 Uhr erhalten Sie live Antwort auf Ihre Inputs! Im Chat sind Rainer Maria Salzgeber (Moderator), Stefan Büsser (Moderator), Sonia Kälin (Schiedsrichterin), Stefano Semeria (Abteilungsleiter Jugend / Familie / Unterhaltung), Reto Peritz (Bereichsleiter Show) – ergänzt durch einen Experten vom Differenzler-Jassverband.

Hier gehts zum Chat.

Immer wieder anders

Zu den neuesten Massnahmen gehören nun einerseits das «Hallo SRF! Medienforum», das am 11. September 2019 thematisiert, wie Medien junge Menschen für politische Themen interessieren können.

«Hallo SRF! Medienforum»

«Hallo SRF! Medienforum»

Diskutieren Sie mit jungen Erwachsenen über Medien und Politik

Wie können Medien die junge Generation mit politischen Themen erreichen? Darum geht es beim öffentlichen «Hallo SRF! Medienforum» am 11. September 2019 im Studio Zürich Leutschenbach. SRF lädt Sie herzlich dazu ein: Tauschen Sie sich mit jungen Menschen sowie Expertinnen und Experten über Politik in den Medien aus. Jetzt hier anmelden!

Auf der anderen Seite des Spektrums sind diesen Sommer Kundendienst und Eventmarketing mit einer «Videobox» an Aussenproduktionen wie etwa «SRF bi de Lüt» präsent: Hier können Interessierte vor Ort ihre Meinung abgeben, und hier nutzen viele die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern von SRF ins Gespräch zu kommen.

Persönliches zählt

Solch niederschwellige Angebote, bei denen der Kontakt unter vier Augen möglich ist, sind mir wichtig. Denn nicht jede und jeder möchte sich in einem Live-Talk oder in einem Forum mit der eigenen Ansicht exponieren. Ich sehe, dass das Publikum nach wie vor die persönlichen Begegnungen bei «Hallo SRF!» schätzt – auch und gerade im digitalisierten Alltag.

Und genau solche Gespräche können manchmal Perspektiven erweitern. «Mit Ihrer Musikauswahl kann ich nach wie vor nichts anfangen», hiess es in der eingangs zitierten Zuschrift. Und weiter: «Aber es geht ja nicht nur um mich. SRF ist für alle da – und das machen Sie gar nicht so schlecht.»

Was «Hallo SRF!» noch zu bieten hat

Was «Hallo SRF!» noch zu bieten hat

Alles im Überblick: srf.ch/hallosrf