«Islamischer Feminismus» - Theologiepreis für Maturarbeit

Junge Frauen für Maturarbeiten ausgezeichnet – Die reformierte Äbtissin – Religionsmeldungen der Woche

Symbol auf Blau
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Medina Memedi wollte wissen: Ist meine Religion frauenfeindlich? Dieses Vorurteil hatte sie oft gehört. In Ihrer Maturarbeit fand sie heraus, wie der Koran liberal interpretiert werden kann. Medina Memedi wurde nun mit zwei weiteren Maturandinnen ausgezeichnet. Sie erhielten den Theologiepreis 2019 für herausragende Maturarbeiten.

Theologiepreis: die prämierten Arbeiten sind zu finden unter:
https://www.theologiestudium.ch/Entscheidungshilfen/ich-und-theologie/theologiepreis-fur-maturarbeiten/ausgezeichnete-arbeiten


Kathrin Ueltschi

Serie Bücherherbst 3:

Die Zürcher Äbtissin, die Geschichte schrieb
12'000 Archivdokumente hat Irene Gysel in Zürich geborgen. Im Team mit der Handschriftenexpertin Marlis Stähli, Jeanne Pestalozzi und der Historikerin Christine Christ-von Wedel rücken die vier Forscherinnen nun die Reformationsgeschichte zurecht. Dabei üben sie reformierte Selbstkritik: Durch die Auflösung der Klöster habe die Reformation Frauen damals eine Möglichkeit genommen, sich zu bilden und ein für mittelalterliche Verhältnisse doch recht selbst bestimmtes Leben zu führen. Die Grosstat der Fraumünster-Äbtissin Katharina von Zimmern, ihr Kloster dem reformierten Rat der Stadt Zürich zu übergeben, erscheint aber nicht nur deshalb in neuem Licht. Die Forscherinnen fanden nämlich noch viel Überraschenderes über die Äbtissin heraus.
Buchangabe: Christine Christ-von Wedel: Die Äbtissin, der Söldnerführer und ihre Töchter. Katharina von Zimmern im politischen Spannungsfeld der Reformationszeit. Unter Mitarbeit von Irene Gysel, Jeanne Pestalozzi und Marlis Stähli, TVZ, Zürich 2019.

Judith Wipfler

Neues aus Religionen und Kirchen
Kathrin Ueltschi

Redaktion: Kathrin Ueltschi