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Helvetia «Ich fühle mich als Schweizer, ich darf aber auch Albaner sein»

In der neusten Folge unserer Webserie «Helvetia» erzählt Rapper und Moderator Marash Pulaj seine Geschichte. Dass er einmal Songs auf Albanisch schreiben wird, hätte der Mundart-Rapper nie gedacht – geschweige denn, als albanischer Fernsehstar gefeiert zu werden.

«Ich habe als Kind die albanische Sprache verlernt», erinnert Marash Pulaj. Obwohl seine Eltern, die aus dem Kosovo in die Schweiz flüchteten und zuhause nur albanisch sprachen, sei Schweizerdeutsch seine erste Sprache gewesen, fügt er hinzu.

Deshalb gab es für den 26-Jährigen auch nie den inneren Konflikt und die Frage: Was bin ich überhaupt? «Ich bin in vielen Aspekten schweizerisch», schmunzelt er. Auch wenn er im Ausland gefragt werde, woher er sei, antworte er mit «From Switzerland». «Ich fühle mich als Schweizer, ich darf aber auch Albaner sein.»

Ich fühle mich als Schweizer, ich darf aber auch Albaner sein.

«Helvetia»

«Helvetia»

Wie tickt die junge Schweiz?In der fünfteiligen Webserie «Helvetia» übernehmen junge Menschen mit und ohne Schweizer Pass das Wort. Ando Hakob, Sarah Akanji, Marash, La Nefera und Onur Ozman: Sie erzählen persönliche Geschichten aus ihrer Kindheit, und von ihrer Herkunft.

Alle Folgen von «Helvetia» findest du hier, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Als Marashs Bruder anfing, Raptexte zu schreiben, half er oft mit und kreierte mit 14 Jahren seinen ersten eigenen Text – auf Schweizerdeutsch. «Ich habe dann an Battles mitgemacht und mich später mit Dave (Anm. d. Red.: Marash & Dave) zusammengetan.» 2016 schaffen die beiden mit ihrer Musik gar den Sprung zum Major Label Sony Music.

Nur ein Jahr später nimmt Marash einen weiteren grossen Karrieschritt: Er wird zum Host einer TV-Show bei einem albanischen Sender. «Dank der Sendung habe ich wieder Albanisch gelernt», freut sich der 26-Jährige und fügt an: «Die Gespräche, die ich mit den vielen interessanten Albanern führen darf, gibt mir wieder einen viel stärkeren Bezug zum Land.»

Die Gespräche, die ich in der TV-Show mit den vielen interessanten Albanern führen darf, gibt mir wieder einen viel stärkeren Bezug zum Land.

Dieser wiederhergestellte Bezug zeigt sich auch in Marashs Musik: Diesen Februar releaste der Rapper nach über zehn Jahren des Musikschaffens seinen ersten Song auf Albanisch. «In Zukunft möchte ich gerne in beiden Sprachen Musik machen», sagt er.

In Zukunft möchte ich gerne auf beide Sprachen Musik machen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Das ist gut so für ihn. Doch er wird nicht vergessen dürfen, dass er oder sein Nachwuchs sich entscheiden müssen ob nun Schweizer oder Albaner. Denn !!! Die Zeit läuft, die Verwandten sterben mal weg, Freunde werden dort rarer. Hier fühlt man sich hin und her, Plötzlich ist man hier und dort fremd. Ich habe mich für die Schweiz entschieden und Italien definitiv verlassen. Heute bin ich in der Schweiz mitten drin und in Italien ein Fremder, das ist gut so. Möge sich der Rapper bald entscheiden.
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