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Legende: Video Trailer «Meine geniale Freundin» abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus Programmhinweis vom 04.09.2019.
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Neue Serie bei SRF Elena Ferrante: Die Fernsehserie zum Weltbestseller

Elena Ferrantes Buchreihe «Meine geniale Freundin» ist der grösste Bücherhype der letzten Jahre. Der Bestseller verkaufte sich weltweit millionenfach. Nun zeigt SRF 1 die brandneue Serienverfilmung. Die Serie fühlt sich an, als würde man ein Buch lesen.

Als moderner Serienjunkie bin ich eigentlich an Reizüberflutung gewöhnt. Da kommt «Meine geniale Freundin» ziemlich überraschend daher. Die Serie ist vom amerikanischen TV-Netzwerk HBO als Grossproduktion für den Weltmarkt geplant und arbeitet mit für mich völlig neuen Stilmitteln.

Mani Neubacher

Mani Neubacher

SRF 3-Serienkenner

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Kein Tätsch-Boom-Bang

Trotz Millionenbudget verzichtet die Serie auf Spezialeffekte. Gezeigt werden auch keine spektakulären Landschaftsbilder. Es gibt keine plötzlichen Wendungen in der Geschichte, um den Zuschauern die nötigen Reize zu liefern, nicht einmal einen Cliffhanger zwischen den Folgen.

Die beiden Mädchen vor karger Quartierkulisse.
Legende: SRF

Stattdessen spielt ein Grossteil der Serie vor dem immer gleichen grauen Kulisse: Ein Armenviertel im Neapel der Nachkriegszeit, schnörkellose Wohnblocks, ungeteerte staubige Strassen. Das einzige Farbige im Quartier ist der Lebensmittelladen. In dem sich die meisten Quartierbewohner nur das Nötigste leisten können.

Mysterium Elena Ferrante

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Das Time-Magazine zählte Elena Ferrante 2016 zu den 100 einflussreichsten Personen weltweit. Und dies obwohl niemand weiss, wer sie ist. Elena Ferrante ist ein Pseudonym. Bekannt ist über die Autorin lediglich, dass sie 1943 in Neapel geboren wurde. Vermutlich im Arbeiterquartier «Rione Luzzatti», das sie in den Büchern zwar nur als «Rione» bezeichnet. Die Parallelen sind aber sehr offensichtlich.

Diese Kargheit dient als Kulisse, um die Charaktere der beiden Hauptfiguren umso schärfer darzustellen. Lena und Lila, zwei Mädchen, die schon als Kind merken, dass sie sich aus dem ärmlichen von der Mafia durchwachsenen Quartier befreien möchten. Ihre Familien ermutigen sie aber gar nicht dazu.

Mega-Casting

Um Schauspielerinnen für die Rollen der beiden Mädchen zu finden, wurden gemäss italienischen Medien 6'000 Mädchen eingeladen! Das hat sich gelohnt. Die Mädchen sind brillant gecastet. Sie spielen zurückhaltend aber durchdringend. Wer es schafft, sich auf ihre Lebensgeschichte einzulassen, den vereinnahmen sie völlig.

Lena und Lilu in der Serie «Meine geniale Freundin».
Legende: SRF

Was ich allerdings sagen muss: Es ist keine Serie, die mich innert Sekunden an den Bildschirm gefesselt hat. Ich musste bewusst mein Handy weglegen und konzentriert zuschauen. Wer das nicht tut, an dem zieht die Serie vorbei.

Vereinnahmende Serie

Es ist eine Serie, in die man reinwächst. Von Folge zu Folge taucht man mehr ins Leben dieser zwei Mädchen ein. Kleine Wendungen in ihrer Lebensgeschichte fühlen sich dann genauso schockierend an, wie in anderen Serien grossen Schockmomente.

«Meine geniale Freundin» zu schauen, fühlt sich für mich eigentlich wirklich fast mehr an, wie ein Buch lesen. Man taucht ein. Man nimmt aktiv daran teil. Und man muss sich etwas fokussieren darauf. Wer dazu bereit ist, der wird die Serie lieben.

SRF zeigt die Serie «Meine geniale Freundin» ab dem 4. September wöchentlich am späten Mittwochabend auf SRF 1. Ab dann ist die Serie während 14 Tagen auf Play SRF verfügbar.

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