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Philanthropie wird bei Milliardären immer beliebter
Aus Tagesschau vom 08.11.2019.
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Börse ist schuld Der Club der Milliardäre ist geschrumpft

  • Laut dem jüngsten «Billionairs Report» gab es 2018 2101 Milliardäre – 57 weniger als im Jahr zuvor.
  • Ihr Vermögen verringerte sich um 4.3 Prozent auf rund 8'500 Milliarden US-Dollar.
  • Dass der Reichtum der Milliardäre im letzten Jahr zurückging, führen die Studienautoren auf die negative Entwicklung der Aktienmärkte zurück.

Um 4.3 Prozent auf immer noch stattliche 8'537 Milliarden US-Dollar sind 2018 die Vermögen der Reichsten dieser Welt gesunken. Damit haben sich die Vermögen der Superreichen erstmals seit 2008 zurückgebildet, wie aus dem «Billionairs Report 2019» hervorgeht.

Devisen- und Aktienmärkte ausschlaggebend

Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die Umrechnung der Vermögen auf US-Dollar, was vor allem bei den Vermögen der asiatischen Milliardäre negativ zu Buche schlug. Aber auch die Schwäche an den Aktienbörsen führte zu einer Vermögensvernichtung, wie dem Bericht der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC und der Schweizer Grossbank UBS zu entnehmen ist.

Über die letzten fünf Jahre betrachtet, also seit die Studie erstellt wird, erhöhten sich die Vermögen der Reichsten der Reichen allerdings um rund 35 Prozent oder 2'200 Milliarden Dollar. In dieser Zeit nahm auch die Anzahl der der Milliardäre um fast 39 Prozent zu.

33 Schweizer unter Milliardären

Im vergangenen Jahr verringerte sich deren Anzahl um 57 Personen oder 8 Prozent auf 2'101 Personen. Von diesen US-Dollar-Milliardären waren 33 Schweizer, drei weniger als im Vorjahr, wobei diese einen Rückgang ihrer Vermögen um 14 Prozent auf 107 Milliarden US-Dollar hinnehmen mussten. Damit büssten sie mehr ein als der globale Aktienmarkt, der gemessen am Indes MSCI World um 9 Prozent rückläufig war.

Zurückgebildet haben sich auch die Vermögen der asiatischen Milliardäre und zwar um 8 Prozent auf 2'491 Milliarden. Der Club verminderte sich um 60 Mitglieder, zählt aber immer noch 754 Personen. Insbesondere chinesische Milliardäre verzeichneten einen starken Vermögensrückgang von 12.3 Prozent, was aber der Abwertung der heimischen Währung gegenüber dem US-Dollar sowie der schlechtesten Performance der chinesischen Aktienmärkte seit 2011 geschuldet ist. Deren Anzahl nahm um 48 auf 325 Individuen ab.

Chinesische Milliardäre mittelfristig im Aufwind

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Die Studienautoren sehen im letztjährigen Rückgang bei den chinesischen Milliardären eine temporäre Entwicklung. Insofern gehen die Experten von PWC und der UBS davon aus, dass sowohl die Zahl der chinesischen Milliardäre als auch deren Vermögen in Zukunft weiter stark zunehmen werden.

Die Experten von PWC und der UBS weisen auch darauf hin, dass die chinesischen Milliardäre in den vergangenen fünf Jahren zur zweitreichsten Gruppe aufgestiegen sind und die russischen Milliardäre auf den dritten Platz verwiesen haben. Ihre Vermögen verdreifachten sich in diesem Zeitraum auf 982 Milliarden per Ende 2018.

Einzig in den USA nahmen die Vermögen 2018 geringfügig (+0,1 Prozent) zu, vor allem dank einer Vermögenszunahme bei den Technologie-Milliardären. Auch die Anzahl der amerikanischen Superreichen erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 749 Personen.

Die Milliardäre wissen haargenau, dass sie eine grosse Verantwortung für die Gesellschaft haben. Und die führen sie jetzt aus.
Autor: Joe StadlerLeier Vermögensverwaltung für Superreiche UBS

Zu beträchtlichen Teilen würden die Superreichen ihre Milliarden auch für gemeinnützige Zwecke investieren, schreiben die Studien-Verfasser von PWC und der UBS. Rund 80 Prozent der 2100 Milliardäre auf der Welt betätigten sich in der Philantrophie – der Disziplin des uneigennützigen Geldausgebens.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Eva Werle  (Eva Werle)
    wieviel braucht ein mensch zum leben?
    das sollte jedem auf der welt zustehen - nicht mehr und nicht weniger.
    die ressourcen dieser welt gehören der allgemeinheit und sollten allen gleichermassen zugute kommen.
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  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
    All die idiotischen Kommentare gehen mir auf die Nerven. Selbstverständlich zahlen diese reichen Leute auch Steuern. Zudem ist deren Vermögen weitestgehend in Firmen investiert die hunderttausende Arbeitsplätze schaffen.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Naja, sie könnten problemloser Steuern bezahlen als Normalsterbliche ,aber sie foutieren sich darum.
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    2. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Und wieso ist das Geld in Firmen investiert? Weil die Hunderttausenden von Arbeitnehmern mithelfen, das Vermögen noch weiter anzuhäufen. Es ist ja nicht so, dass die Investoren die Arbeitsplätze aus reiner Menschenliebe zur Verfügung stellen.
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    3. Antwort von Eva Werle  (Eva Werle)
      wieso nur will man den menschen immer weiss machen, dass das schaffen von arbeitsplätzen ein sozialer akt sei. arbeitgeber lassen arbeitnehmer zu einem bruchteil des eigenen verdienstes ihre arbeit für sich machen. das nennt man ausbeutung und soll uns als almosen verkauft werden! so ein hohn!
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  • Kommentar von Hans Klein  (HansKlein)
    Ich würde jede Wette eingehen, dass die Superreichen NICHT ärmer geworden sind. Es ist bekannt – und in jedem halbwegs ordentlich recherchierten Buch über diese Leute nachzulesen –, dass vermutlich nur ein Bruchteil des Reichtums dieser Leute korrekt erfasst und/oder geschätzt werden kann. Vermutlich besitzen sie weit mehr in "Steueroasen" und Firmenkonstrukten, deren Eigentümer sich angeblich nicht ermitteln lassen. Dazu kommen Besitztümer wie Kunstwerke. Die müssen bestimmt nicht hungern!!
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