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Céline Widmer und Corina Gredig wollen im Nationalrat anpacken
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 21.10.2019.
abspielen. Laufzeit 02:00 Minuten.
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Frischer Wind im Bundeshaus Viele junge Frauen ersetzen Altgediente im Nationalrat

Die Jungen - das sind mit wenigen Ausnahmen grüne, grünliberale und linke Frauen. Marionna Schlatter (Grüne), Meret Schneider (Grüne), Corina Gredig (GLP), Judith Bellaïche GLP), Barbara Schaffner (GLP) und (Céline Widmer (SP) haben einen Sitz im Nationalrat erobert.

Céline Widmer von der SP erlebte ihre Wahl mit gemischten Gefühlen. Einerseits träumte sie schon lange von einem politischen Amt in Bern, andererseits machten sie die Sitzverluste der SP traurig. Sie verstehe ihre Wahl deshalb auch als Auftrag, sich noch mehr für die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen einzusetzen: «Ich freue mich auf die politische Arbeit und auf die Arbeit in den Kommissionen.»

Ich freue mich aufs Gesetze machen.
Autor: Céline Widmerneu gewählte Nationalrätin

Für manche, wie Corina Gredig (GLP), ist es ein Senkrechtstart: Im Frühling erst in den Kantonsrat gewählt, kann sie die Wahl noch kaum glauben: «Ich bin aufgestanden und fragte mich, ob es Realität ist.» Sie habe über 60'000 Stimmen bekommen, «das ist wahnsinnig!»

Ich denke vernetzt und digital und werde nicht alles gleich machen.
Autor: Corina Gredig (GLP)neu gewählte Nationalrätin

Angst, den Erwartungen nicht zu entsprechen, hat sie nicht. Sie denke vernetzt, digital und werde bestehende Strukturen hinterfragen. Nicht alles gleich machen wie heute. Was sie im Nationalrat machen will, weiss sie auch: eine authentische und unabhängige Politik.

Der allerjüngste ist ein Mann

Nebst den jungen Frauen wurde auch Katharina Prelicz Huber (Grüne) wieder gewählt. Sie bringt ein paar Jahre mehr und Nationalratserfahrung mit. Die einzigen neu gewählten Männer in der Zürcher Nationalratsdelegation sind Jörg Mäder (GLP) und Andri Silberschmidt (FDP). Mit 25 Jahren ist Silberschmidt sogar der aktuell jüngste Nationalrat.

Bye-Bye Bundeshaus

Claudio Zanetti (SVP), Martin Naef (SP), Thomas Hardegger (SP), Hans-Ulrich Bigler (FDP), Kathy Riklin (CVP) und Rosmarie Quadranti (BDP): Für diese sechs Zürcher Nationalrätinnen und Nationalräte bedeutete der Wahlsonntag vom 20. Oktober 2019 eine Zäsur, sie wurden alle nicht mehr wiedergewählt.

Keine Mühe mit den Jungen

Für Thomas Hardegger, Flughafenexperte und Fluglärmgegner, ist nach acht Jahren im Nationalrat Schluss. Er trägt die Abwahl mit Fassung: «Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden, sie haben andere Themen wichtiger gefunden.» Das sei zu akzeptieren.

Der Support für die Frauen ist für Politik und Gesellschaft gut und richtig.
Autor: Thomas Hardegger (SP)Nationalrat

Dass ihn mit Céline Widmer eine junge Frau überholt hat, damit könne er leben, sagt Hardegger. Der Support für die Frauen sei eine gute Sache. Auch Viel-Twitterer Claudio Zanetti hat keine Mühe damit, dass ihn jemand Jüngeres ersetzen wird. Die Abwahl schmerzt natürlich trotzdem, was er – wo sonst – auf Twitter kommentiert:

Claudio Zanetti zu seiner Abwahl

Mit seinen pointierten Meinungen, die er stets auch über Twitter verbreitet, eckte er öfter an. Dass ihn das den Sitz gekostet hat, wie manche behaupten, glaubt Zanetti nicht: «Nein, das ist Blödsinn», sagt er gegenüber dem «Regionaljournal». Twitter sei dafür zu unbedeutend.

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