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Ada Marra (SP) und Adèle Thorens Goumaz (Grüne) im Interview
Aus News-Clip vom 21.10.2019.
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Ständeratswahlen Waadt Zweiter Wahlgang nötig – zwei Frauen in Pole Position

  • Im Kampf um den Einzug in den Ständerat ist im Kanton Waadt ein zweiter Wahlgang nötig. Keiner der 15 Kandidierenden hat das absolute Mehr erreicht.
  • In Pole Position gebracht haben sich Adèle Thorens Goumaz (Grüne) und Ada Marra (SP). Ihr Zweierticket hat ihnen vorderhand 72’416 bzw. 71’997 Stimmen eingebracht.
  • Der amtierende FDP-Ständerat Olivier Français landet mit 53’049 Stimmen auf dem dritten Platz.
  • Die bisherige Sozialdemokratin Geraldine Savary ist nicht mehr angetreten.

Die Nationalrätin der Grünen, Adèle Thorens Goumaz, erreichte mit 72’416 Stimmen das beste Resultat. An zweiter Stelle folgte Ada Marra (SP) mit 71’997 Stimmen. Beide Kandidatinnen verfehlten das absolute Mehr von 90’759 Stimmen deutlich.

Auf dem dritten Platz rangiert Olivier Français (FDP) mit 53’045 Stimmen. Trotz deutlichem Rückstand sagt er mit Blick auf den 2. Wahlgang: «Für den Kanton Waadt wäre es wichtig, weiterhin einen Mitte-Rechts-Vertreter im Ständerat zu haben». Die zwei Nationalräte der SVP folgen mit einigem Abstand. Jacques Nicolet erreichte 32’045 Stimmen und Michaël Buffat 29’639. Isabelle Chevalley von den Grünliberalen steht mit 21’982 Stimmen auf dem sechsten Platz. Die Wahlbeteiligung liegt bei 42.50 Prozent.

Marra und Goumaz sind beide bekannte Politikerinnen.
Legende: Die SP und die Grünen setzen für die Ständeratskandidatur auf zwei bekannte Gesicher: Ada Marra (SP) und Adèle Thorens Goumaz (Grüne). Keystone

Goumaz und Marra haben in einem Zweierticket zusammengespannt, um sich den Ständeratssitz von Olivier Français zu erstreiten. Ob sie gegen den 64-jährigen FDP-Vertreter reüssieren, der seit 2015 im Ständerat sitzt, wird der zweite Wahlgang am 10. November zeigen.

Goumaz vier Jahre lang Grünen-Co-Präsidentin

Die 47-jährige Goumaz wurde 2007 in den Nationalrat gewählt und 2011 bestätigt. 2015 verpasste sie die direkte Wiederwahl, konnte aber durch den Verzicht des abgewählten Ständerats Luc Recordon nachrücken. 2012 bis 2016 teilte sie sich mit Regula Rytz das Präsidium der Grünen.

Die 46-jährige Marra sitzt ebenfalls seit 2007 im Nationalratm zuvor war sie drei Jahre Waadtländer Grossrätin. Als italienisch-schweizerische Doppelbürgerin hat sie im Nationalrat die Funktion der Vizepräsidentin der Delegation für die Beziehungen zum Italienischen Parlament inne.

«FDP in der Waadt mit dem Rücken zur Wand»

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«FDP in der Waadt mit dem Rücken zur Wand»
Legende:SRF

Einschätzung von SRF-Westschweiz-Korrespondent Andreas Stüdli

Die Grüne Welle hat auch die Waadtländer Ständeratswahlen erfasst. Gewählt ist nach dem ersten Wahlgang noch niemand. Das links-grüne Frauenduo von Ada Marra (SP) und Adèle Thorens Goumaz (Grüne) schwingt aber obenauf nach dem ersten Wahlsonntag.

An erster Stelle liegt überraschend die Grüne Adèle Thorens. Das dürfte auf die Bewegung der Klimastreiks zurückzuführen sein, die in der Waadt besonders stark war in den vergangenen Monaten. Nur wenige Stimmen hinter Adèle Thorens liegt Ada Marra, die den Sitz der nicht mehr angetretenen Géraldine Savary verteidigen will.

Der bisherige FDP-Ständerat Olivier Français liegt mit über 18'000 Stimmen Rückstand auf dem dritten Platz. Ob er beim zweiten Wahlgang am 10. November seinen Sitz verteidigen kann, hängt nun davon ab, ob er das bürgerliche Lager hinter sich einen kann. Überzeugen muss er vor allem die FDP, aber auch die Grünliberalen – keine leichte Aufgabe vor dem Listenschluss am Dienstag.

Für die SVP droht aber der Verlust eines Nationalratssitzes in der Waadt – auch weil die FDP keine Listenverbindung mit ihnen eingegangen ist. Verliert die SVP einen Nationalratssitz in der Waadt, dürfte sie beim Ständerat nochmals antreten. Der FDP – der wählerstärksten Partei in der Waadt – droht damit der Verlust ihres Ständeratsitzes nach nur vier Jahren.

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ich hoffe da auf ein positives Wahlergebnis für Grün-Rot. Denn diese beiden Parteien helfen, für eine naturfreundliche Politik zu sorgen -im Gegensatz insb.zur SVP, die Geld-Macht höher einstuft als Sorgetragen zur Natur. Von der Letzteren kommt häufig die Ausrede, dass nicht ein staatliches "Umweltdiktat" errichtet werden soll. Dabei müssen die Entscheide demokratisch gefällt werden. Aber eben,es werden Ausreden ins Feld geführt, um sich selber der Mitverantwortung für die Natur zu entziehen.
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