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AG: Reaktion von Bernhard Guhl (BDP)
Aus News-Clip vom 20.10.2019.
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Wähleranteil geschrumpft Hat die BDP im Aargau noch eine Zukunft?

  • Die Aargauer BDP hat am Wochenende Wähleranteile verloren. Statt 5.1 sind es neu noch knapp 3.1 Prozent.
  • Unter dem Strich kostete das die BDP den einzigen Sitz im Nationalrat. Bernhard Guhl ist künftig nicht mehr für die Aargauer BDP in Bern.
  • Von den Verlusten der BDP konnte die Listenpartnerin EVP profitieren. Lilian Studer (EVP) ist neu Nationalrätin.
  • Trotz der Wahlschlappe gibt sich die BDP kämpferisch: Aufgeben sei keine Option.

Acht Jahre lang war Bernhard Guhl für die BDP Aargau in Bern. Nun ist Schluss. «Es ist frustrierend, wenn man am Ende des Tages sieht, dass es nicht gereicht hat. Wir haben über ein Jahr daraufhin gearbeitet - haben Plakate aufgehängt und Standaktionen organisiert, trotzdem hat es nicht gereicht», resümiert Bernhard Guhl im Interview mit SRF.

Portrait
Legende: Bernhard Guhl. zvg

Komplett anders die Gefühlslage bei der EVP Aargau, der Listenpartnerin der BDP. Die EVP ist mit Lilian Studer neu wieder im Nationalrat vertreten. «Alle Gratulationen, der Applaus, das kann man noch nicht begreifen», freut sich Studer im Interview mit SRF. Speziell an der Wahl von Studer: Ihr Vater - Heiner Studer - war bereits für die EVP im Nationalrat. Lilian Studer führt damit sozusagen eine Familientradition weiter.

Studer
Legende: Liliane Studer (EVP). zvg

Bei der Listenverbindung habe man von Anfang an gewusst, dass es nur einen Gewinner geben könne, analysiert Lilian Studer: «Sie war eine Zweckgemeinschaft, diese Listenverbindung. Wir hätten uns den Sieg aber gegenseitig gegönnt.» Der Sitzgewinn der EVP ist ein starkes Lebenszeichen der Partei. Bei der EVP hofft man nun, dass dieser der Partei auch noch weiteren Aufschwung verleiht, auch mit Blick auf die nächsten Grossratswahlen.

Wie geht es weiter mit der BDP im Aargau?

Bei der BDP ist die Situation anders. Nach dem Verlust ihres Nationalratssitzes verliert die Partei deutlich an Bedeutung. Die BDP Aargau musste bei den Wahlen einen Verlust von 2 Prozentpunkten hinnehmen und hat nun nur noch einen Wähleranteil von 3 Prozent.

Was ist der Grund für diese Wahlschlappe? Bernhard Guhl kann es sich noch nicht ganz erklären: «Über die letzten acht Jahre haben wir am meisten Abstimmungen gewonnen. Warum gewinnen wir bei den Wahlen nicht, wenn wir bei den Abstimmungen gewinnen? Das müssen wir nun genau analysieren und schauen, was wir besser machen können.»

Aufgeben ist keine Option.
Autor: Bernhard GuhlBDP

Aufgeben sei keine Option, betont Bernhard Guhl, da sei man sich innerhalb der Partei einig. «Diejenigen, die resigniert haben sind bereits aus der Partei ausgetreten. Am Anfang hatten wir als neue Partei viele Mitläufer. Nun sind nur noch solche dabei, die BDPler mit Herz und Blut sind.» Guhl gibt sich kämpferisch: Das Ziel sei es, den Nationalratssitz wieder zurückzugewinnen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Die BDP sollte sich auflösen.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger  (jolanda)
    Die BDP hat nicht nur im Aargau keine Bedeutung oder Chance mehr, sondern schweizweit ist ihr "aus" am Sonntag klar an den Urnen erklärt worden. Schon viele andere neue Kleinparteien verschwanden nach kurzer Zeit wieder so rasch, wie sie einst entstanden und gekommen sind! Das muss nun auch der "Schnellsprecher" (kein Mensch versteht jeweils seine Interviews) aus dem Kanton Glarus (Landolt,als BDP-Präsident) einfach emotionsfrei und bedingungslos zu Kenntnis nehmen!
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Jede politische Partei, ist betreffend Ehrlich-und Redlichkeit gegenüber der Bevölkerung (keine lukrativen VR-Mandate = Lobbyismus, Spendengelder-Transparenz), also effektiver essentieller und existenzieller Volks-Politik und Fairness für alle verantwortlich!
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