Zum Inhalt springen

Header

Video
Burkart: «Bin dort gelandet, wo ich erhofft habe»
Aus News-Clip vom 20.10.2019.
abspielen
Inhalt

Aargauer Ständerat Burkart vor Knecht: Zweiter Wahlgang wird entscheiden

  • Keiner der total zehn Aargauer Kandidatinnen und Kandidaten hat das absolute Mehr von 88'828 Stimmen erreicht.
  • Thierry Burkart (FDP) führt die Liste an, mit 82'515 Stimmen. Es hat ihm aber nicht für die Wahl gereicht.
  • Hinter dem FDP-Politiker folgen Hansjörg Knecht (SVP) mit 72'574 und Cédric Wermuth (SP) mit 55'274 Stimmen.
  • Am 24. November kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Die beiden freien Sitze im Ständerat sind damit noch nicht besetzt.

Die Ständeratswahlen sind im Aargau so spannend wie selten. Beide Sitze sind nach dem Verzicht von Pascale Bruderer (SP) und Philipp Müller (FDP) frei. Nicht weniger als zehn Kandidierende traten im ersten Wahlgang an. Nur: Geschafft hat es noch niemand. Das war wegen der Anzahl der Kandidatinnen und Kandidaten zu erwarten.

Wahlen sind Wahlen. Ich analysiere das Resultat und entscheide mit der Partei zusammen.
Autor: Thierry BurkartKandidat Ständerat FDP

Klar als Favorit gehandelt wurde im Vorfeld Thierry Burkart, der den freisinnigen Sitz im Stöckli verteidigen soll. So holte Burkart auch am meisten Stimmen. Neben Burkart hatten sich auch Hansjörg Knecht als Vertreter der wählerstärksten Partei SVP und Cédric Wermuth (SP) als bekanntester Vertreter der politischen Linken Chancen ausgerechnet. Sie haben dann auch am zweit- und drittmeisten Stimmen geholt.

Ich habe den Penalty geholt, nun gilt es das Goal zu schiessen.
Autor: Hansjörg KnechtKandidat Ständerat SVP

Auch Knecht will – wie die FDP – in den nächsten Tagen zusammen mit seiner Partei entscheiden wie es weitergeht, mit Blick auf den zweiten Wahlgang. Nachher packe man voll an, der Penalty sei rausgeholt, nun müsse man das Tor treffen, so Knecht gegenüber SRF.

Es sollten beide Lager aus dem Aargau vertreten sein.
Autor: Cédric WermuthKandidat Ständerat SP

Auch Cédric Wermuth hofft, dass seine Partei den Sitz von Pascale Bruderer halten kann. «Es macht Sinn, dass der Kanton Aargau eine Standesstimme hat, die beide Lager aus dem Aargau vertritt», findet Wermuth. Wermuth müsste aber rund 20'000 Stimmen noch aufholen, die er hinter Hansjörg Knecht liegt.

Grüne Kandidatin Müri überrascht

Die Grüne Kandidatin Ruth Müri sorgte am Wahltag für eine Überraschung. Sie und nicht die bekanntere CVP-Kandidatin Marianne Binder kommt auf Rang 4 bei den Aargauer Ständeratswahlen. Die Grüne Kandidatin Ruth Müri aus Baden hat 40'560 Stimmen geholt. Marianne Binder-Keller holte nur 36'700 Stimmen.

Im zweiten Wahlgang wird es eng für Wermuth

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen
Im zweiten Wahlgang wird es eng für Wermuth

Einschätzung von Redaktionsleiter Maurice Velati.

Die Reihenfolge war zu erwarten: Thierry Burkart (FDP) holt als über seine Parteigrenzen hinaus als beliebter und bekannter Nationalrat die meisten Stimmen. Dass Hansjörg Knecht auf dem zweiten Platz landet, hat er seiner breiten Parteibasis zu verdanken. Die SVP ist und bleibt die wählerstärkste Partei im Kanton.

Cédric Wermuth (SP) landet ebenso wenig überraschend auf dem dritten Platz. Überraschend ist hingegen, dass die eher unbekannte Grüne Ruth Müri bereits auf dem vierten Rang platziert ist. Sie profitiert wohl von der «grünen Welle» und davon, eine der wenigen Frauen im Kandidierendenfeld zu sein. Marianne Binder (CVP) kann sich nicht wie gewünscht als Alternative für die gemässigten bürgerlichen Wählerinnen und Wähler positionieren.

Für den zweiten Wahlgang bedeutet dies, dass Thierry Burkart und Hansjörg Knecht die besten Chancen haben. Denn diese beiden profitieren von der breiten bürgerlichen Wählerbasis im Kanton Aargau. Cédric Wermuth hingegen muss im zweiten Wahlgang auf die vereinigten linken Stimmen hoffen. Ruth Müri von den Grünen müsste also unbedingt auf eine Teilnahme verzichten, damit das linke politische Spektrum den Sitz im Ständerat verteidigen kann. Ihr gutes Resultat wird ihr diesen Entscheid wohl nicht ganz einfach machen. Der Sitz der abtretenden SP-Ständerätin Pascale Bruderer könnte also zur SVP wechseln.

Beat Flach von der GLP holte 23'158 Stimmen. Maya Bally (BDP) konnte 21'706 Stimmen für sich gewinnen. Das sind immerhin doppelt so viele Stimmen wie jene des EVP-Kandidaten Roland Frauchiger (9784). Aussenseiter Jean-Pierre Leutwyler (5'786) und Pius Lischer (1'663) hatten keine Chance.

Die Stimmbeteiligung lag bei 44.39 Prozent.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Flurina Fisch  (flufi)
    Sinnvollerweise sollte sich Cédric Wermuth (SP) zugunsten von Ruth Müri (Grüne) zurückziehen. So könnte Pascale Bruderer adäquat ersetzt werden. Mit dem grünen Frauen-Argument können auch Mitte-Wählerinnen und -Wähler erreicht werden. An Wermuth klebt noch immer der Juso-Malus. Er ist ausserhalb des linken Spektrums nicht wählbar.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Silvana-Raina Fuchs  (vulpa)
      Einverstanden: Immerhin gewinnt die SP Dank den Grünen einen zusätlichen Nationalratssitz. Jetzt wäre es an der SP Charakter zu zeigen und ihren Kandidaten aus dem Ständeratsrennen zu nehmen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen