Zum Inhalt springen

Header

Video
Droht eine zweite Welle?
Aus Tagesschau vom 02.07.2020.
abspielen
Inhalt

Infektionen und R-Wert im Plus Gegen eine zweite Welle braucht es erneut Disziplin

Im Schnitt steckt jeder Infizierte wieder rund 1.5 Menschen an. Zeit zu handeln, sagt die Professorin Tanja Stadler.

Den zweiten Tag in Folge liegen die Ansteckungen pro Tag in der Schweiz bei über 100 – das erste Mal seit Ende April. Dazu kommt: Im Schnitt steckt jeder Covid-19-Infizierte inzwischen wieder rund 1.5 Menschen an, die Reproduktionszahl – auch R-Wert genannt – ist deutlich über den entscheidenden Wert von 1 angestiegen.

Grafik zum R-Wert
Legende: SRF

116 neuen Ansteckungen innerhalb eines Tages meldete das Bundesamt für Gesundheit BAG am Donnerstag. Dies liegt vor allem am deutlichen Anstieg der Reproduktionszahl. Die Zahl kann im Rückblick von einem Zeitraum von ungefähr zehn Tagen berechnet werden.

Tanja Stadler ist ausserordentliche Professorin am Institut für Biosystemwissenschaft und -technik an der ETH in Basel. Sie erklärt, dass wir bei einer Zahl unter 1 eine Abnahme der Ansteckungen erleben. Bei einem R-Wert über 1 haben wir exponentielles Wachstum.

Video
Tanja Stadler: «Die Fälle steigen, ausser wir unternehmen etwas»
Aus Tagesschau vom 02.07.2020.
abspielen

Von über 3 Anfang März ist der R-Wert aufgrund der Massnahmen auf deutlich unter 1 gesunken – noch vor dem Lockdown notabene. Social Distancing und fleissiges Hände waschen zeigten Wirkung. Seit dem 26. Mai – noch vor den weitgehenden Lockerungen vom 6. Juni – liegt der Wert wieder über 1. Und bei der letzten möglichen Schätzung für den 20. Juni liegt der R-Wert nun bei 1.52.

Das sei besorgniserregend, sagt die Expertin Tanja Stadler, die als Mitglied der Covid-19-Taskforce des Bundes für die Datensammlung zuständig ist. Aus ihrer Sicht sind wir heute zu locker unterwegs. Besonders von der erhöhten Mobilität in den Ferien würde eine grosse Gefahr ausgehen. Damit würden wir die grossen Erfolge des Lockdowns aufs Spiel setzen.

Video
Tanja Stadler: «Die Situation ist extrem gefährlich»
Aus Tagesschau vom 02.07.2020.
abspielen

Laut Stadler sind nicht nur die Regeln massgeblich. Besonders wichtig sei das Verhalten der Bevölkerung. Wir haben es also auch selbst in der Hand, wie es weiter geht.

Video
Tanja Stadler: «Im Lockdown hat sich die Bevölkerung gut verhalten»
Aus Tagesschau vom 02.07.2020.
abspielen

Trotz des hohen R-Werts lasse sich eine zweite Welle noch verhindern, ist die Expertin Tanja Stadler überzeugt. Während des Lockdowns habe sich die Bevölkerung schliesslich gut verhalten, darum seien die Zahlen auch so stark gesunken. Jetzt liege es wieder bei der Bevölkerung, Massnahmen und Empfehlungen einzuhalten.

Tagesschau, 2.7.2020, 19:30 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

39 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Henriette Rub  (Sylou)
    Also wir haben am 2.7. 116 neu infiszierte Personen, in einem Land mit zirka 8 Mio Einwohnern. Anstatt immer wieder Panik zu schüren, wäre es imteressant, auch jeden Tag zu wissen, WO (Ort/Umkreis) diese Personen betroffen sind. Anstatt ein ganzes Land wiederum in Sippenhaft zu versetzen, wären wohl punktuelle Massnahmen logischer. Dann reist man da halt eher nich hin.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Walter Foletti  (Walter Foletti)
    Die Sorglosigkeit vieler Mitmenschen ist erschreckend. Das zeigt sich ganz klar mit der Nichteinhaltung der Vorgaben an Teilnahmen nicht bewilligten Demonstrationen oder Club- Besuche etc.
    Auch werden durch Reisefreiheiten wiederum Ansteckungen „importiert“, auch diese tragen zu der zu Zeit hohen Ansteckungen bei.
    Na ja, der Test wird ja bezahlt und falls man in Quarantäne muss, ist der Lohn garantiert!
    Ist dies vielleicht ein Grund von Nachlässigkeit?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jesko Mertha  (Jesko)
    ...diese sind aber nicht unvereinbar. Denn es ist nicht so, dass das Coronavirus hinter jeder Ecke lauert und dann den sicheren Tod bedeutet. Leider gibt es wenige gesicherte Erkenntnisse, die einem die konkrete Gefahr im Alltag genau aufzeigen. Ich denke durch die mediale Präsenz wird die Gefahr für den einzelnen eher überschätzt. Es ist aber wichtig die Ausbreitung des Virus möglichst zu verhindern, um institutionelle Auswirkungen aber auch viele tragische Einzelschicksale zu verhindern...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen