Zum Inhalt springen

Header

Video
Gottesdienste sollen wieder erlaubt werden
Aus Tagesschau vom 13.05.2020.
abspielen
Inhalt

Corona-Lockdown Beten und Bitten um offene Gotteshäuser

Die Schweiz lockert die Corona-Massnahmen schrittweise – religiöse Würdenträger fordern jetzt eine schnelle Öffnung der Gotteshäuser.

Während Ostern – dem höchsten christlichen Feiertag – blieben die Tore der Kirchen geschlossen und dies «war für viele Menschen sehr schwer zu ertragen», schreibt Bischof und Präsident der Bischofskonferenz, Felix Gmür, in einem offenen Brief an den Bundesrat, Link öffnet in einem neuen Fenster. Darin fordert er, dass ab dem 21. Mai wieder Gottesdienste abgehalten werden können. «Es ist nicht gut, wenn wir auch Himmelfahrt und Pfingsten nicht öffentlich feiern können. Vor allem jetzt, wo in der zweiten Phase schon einiges geöffnet ist. Das ist nicht vermittelbar», sagt Gmür zu SRF.

Die Schweizerische Bischofskonferenz hat schon seit Ende April ein Schutzkonzept erarbeitet: Die Besucherkapazität wird auf ein Drittel begrenzt und die Kirchen so eingerichtet, dass die Abstandsregeln immer eingehalten werden können. Aus ihrer Sicht steht einer Öffnung der Gotteshäuser nichts mehr entgegen.

Viele Gotteshäuser hoffen auf Öffnung

Nicht nur im Christentum stehen hohe Feiertage bevor. In den Moscheen sollte ab dem 23. Mai Eid al-Fitr – das Fest des Fastenbrechens – gefeiert werden. Laut Mustafa Memeti, Präsident Albanisch Islamischer Verband Schweiz, haben sie auch Schutzkonzepte erarbeitet: «Jeder sollte einen eigenen Teppich mitnehmen für das Gebet. Die WCs und Waschräume müssen wir schliessen.»

Auch in den Synagogen hofft man, bald öffentlich feiern zu können: Schawuot fällt dieses Jahr auf den 28. Mai. Der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds, Herbert Winter, weist darauf hin, dass ein jüdischer Gottesdienst von mindestens zehn erwachsenen Menschen besucht sein soll. «Und ohne das gibt es keine Gottesdienste. Und das ist für jene, die religiös sind, nur sehr schwer zu ertragen», erklärt er.

Für die drei Weltreligionen ist es also wichtig, dass die Gottesdienste ab nächster Woche wieder möglich sind. Der Bundesrat hat sich zu den Forderungen noch nicht geäussert.

Coiffeure, Kosmetik-und Massagesalonsambulante BehandlungenSpitäler, Arztpraxen, PhysiotherapieBeerdigungenim grösserenKreisSeit 27. April wieder geöffnet oder erlaubtGartenbedarf, Blumenläden &BaumärkteQuelle: Ausstiegsfahrplan des Bundesrats Das Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Alle Betriebe brauchen ein Schutzkonzept.Quelle: Bundesrat, 29.04.20Noch unklarVerbot vonGrossveranstaltungen mit unter 1000 PersonenBis Ende AugustVerbot vonGrossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personenobligatorische Schulen (Kantone entscheiden)kompletterDetailhandelAb 11. Mai wieder geöffnet oder erlaubtGastronomiefür 4er-GruppenöffentlicherVerkehrSporttrainings imBreiten- und LeistungssportReisebürosschrittweiseLockerung derEinreisebeschränkungAb 8. Juni wieder geöffnet oder erlaubtweitere Schulen,AusbildungsstättenMuseen, BibliothekenZoos, botanische Gärten, SchwimmbäderTheater, Kinos,GottesdiensteBergbahnenTreffen von mehr als 5 PersonenGeisterspiele in denProfiligen(def. Entscheid am 27.5.)

Tagesschau 13.5.2020 19.30 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Amina Moser  (Amina)
    Verständlich, denn Spiritualität und Religion will im Normalfall auch gerne mit Gleichgesinnten gelebt werden. Gebete zusammen mit anderen Christen werden gemäss Bibel von Gott deutlich mehr gewichtet, als jene im einsamen Kämmerchen. Ja, ich weiss, manch einer mag das belächeln. Lacht nur...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Gottesdienste dürfen nicht mit Restaurants oder Läden verglichen werden, sondern mit Veranstaltungen. Hier sind nach wie vor alle Veranstaltungen Verboten. Denn wieso sollte ein Gottesdienst ok sein, aber zB. kein Konzert? In vielen Kirchen finden auch Konzerte statt, die dann mit den gleichen Bestimmungen wie Gottesdienste durchgeführt werden könnten. So wird rasch klar, wieso es eben noch etwas Zeit für Veranstaltungen unter 1000 Personen und gute Schutzkonzepte braucht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Urs Betschart  (Urs Betschart)
      Ganz einfach: die Abstandregeln können in den meisten Gottesdiensten besser eingehalten werden als an den meisten Konzerten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Matthias Rey  (matthiasrey)
    Jetzt müsste man Gottesdienste in Restaurants und Schulzimmern feiern. So würde klar, wie absurd die Regelung ist, dass in einer grossen Kirche mit 10 Leuten keine Messe gefeiert werden kann, während in einer Gaststätte auf kleinerem Raum mehr Leute sein dürfen. Schade, dass in der Politik eine höfliche Anfrage, wie das Bischof Felix schon Ende April gemacht hat, keine Wirkung zeigt. Zu seinem Recht kommt nur, wer Druck macht! Da soll man sich noch wundern über das raue Klima in der Politik
    Ablehnen den Kommentar ablehnen