Zum Inhalt springen

Header

Audio
Gewalt unter Jugendlichen ereignet sich häufig nachts und unter Alkoholeinfluss
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 07.05.2020.
abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Inhalt

Rücksichtslos und in Gruppen Was hat Jugendgewalt mit Corona zu tun?

Das 4. Jahr in Folge nimmt die Zahl der Gewaltdelikte zu. Corona könnte die künftige Entwicklung beeinflussen.

Die Zahlen steigen und steigen: Im letzten Jahr haben die Jugendanwaltschaften des Kantons Zürich gegen 5027 Jugendliche ein Strafverfahren eröffnet. Das sind 5 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Beunruhigt zeigt sich die Oberjungendanwaltschaft insbesondere im Bereich der Jugendgewalt. Diese ist nun bereits das 4. Jahr in Folge gestiegen. Vergangenes Jahr mussten 857 Jugendliche wegen eines Gewaltdelikts verzeigt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 225 Personen mehr, ein Anstieg um 36 Prozent.

Eine Auswertung der Gewaltstraftaten zeigt nun: Die Beschuldigten sind in 86 Prozent aller Fälle männlich und durchschnittlich 16 Jahre alt. Zudem sei auffällig, dass Delikte immer häufiger in Gruppen begangen würden.

Nachts und unter Einfluss von Alkohol

Gruppendelikte finden vor allem in der Nacht und abends statt. Bei rund der Hälfte all dieser Delikte spielt Alkohol nachweislich eine Rolle. Weiter zeigt die Analyse, dass sich Jugendgewalt primär in öffentlichen Räumen abspielt, häufig in Parks, am See, auf der Strasse oder in der Umgebung des Bahnhofs. Die Gewalt richtet sich meistens gegen andere Jugendliche, Täter und Opfer müssen sich nicht zwangsläufig kennen.

Nimmt Jugendgewalt wegen Corona weiter zu - oder geht sie wegen Corona zurück?

Die Gründe, weshalb die Jugendgewalt wieder zunimmt, sind nicht einfach zu finden. Möglicherweise glauben viele nicht mehr an ihre Zukunft. Diese Perspektivlosigkeit habe wieder zugenommen, sagt Giacomo Dalla von der Offenen Jugendarbeit Zürich OJA. Wichtig sei auch die Lehrstellensituation. Er hofft, dass wegen der Coronakrise das Lehrstellenangebot nicht zurückgeht. Er sieht die Wirtschaft und den Staat in der Verantwortung. Diese müssten dafür sorgen, dass diese Lehrstellen erhalten bleiben.

Er hält es aber auch für möglich, dass sich die Coronakrise bezüglich Jugendkriminalität positiv auswirke. «Viele Jugendliche sagen uns, dass sie nie geglaubt hätten, dass sie die Schule einmal vermissen werden». Es könne also auch sein, dass die Jugendlichen wegen der Krise feststellen, dass die Schule wichtig sei und sie eine längerfristige Perspektive auf ihr Leben erhalten. Das könnte sich dann auch positiv auf die Entwicklung der Jugendkriminalität auswirken.

SRF 1, Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:02 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Martin Jurco  (mjurco)
    Ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern wäre für mich sehr interessant...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von christoph steiger  (christoph steiger)
    Die stadt zürich hat seit längerem ein problem mit gewalt im öffentlichen raum. Und man muss genau hinsehen. Ohne sich dem vorwurf der fremdenfeindlichkeit auszusetzen, - denn es trifft längst nicht auf alle ausländer zu, so gibt es kaum probleme mit menschen mit kulturellen wurzel in asien, im westlichen europa oder nord- und südamerika - muss man feststellen, dass oft menschen mit wurzeln im arabischen/türkischen kulturkreis ein problematisches verhalten aufweisen. Hier muss prävention ansetze
    Ablehnen den Kommentar ablehnen