Zum Inhalt springen

Header

Audio
Anzeigen-Rekord bei Zürcher Jugendlichen wegen Pornos
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 11.08.2020.
abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Inhalt

Verbotenes auf dem Handy Zürcher Jugend: Rekord bei Anzeigen wegen Pornographie

  • 2019 wurden 278 Zürcher Jugendliche wegen Pornos verzeigt, vor allem wegen dem Weiterschicken. Das sind so viele wie noch nie.
  • Auch bei den Gewaltdarstellungen, etwa Tierquälerei, haben sich die Anzeigen 2019 fast verdoppelt: Auf 110 Fälle.
  • Die Zürcher Oberjugendanwaltschaft geht von einer hohen Dunkelziffer aus und fordert die Eltern zur Hilfe auf.

Viele Jugendliche verbringen viel Zeit am Handy. Und manche von ihnen verschicken verbotene Filmchen: An Kollegen, in den Klassenchat – oder sie laden die Pornos oder Tierquälereien in die Sozialen Medien.

Dass sie etwas Strafbares tun, etwa wenn sie Pornos an unter 16-Jährige weiterleiten, ist vielen wahrscheinlich nicht bewusst. Bis es zu einer Anzeige kommt. 2019 wurden im Kanton Zürich nun deutlich mehr Jugendliche wie im Vorjahr wegen Pornografie verzeigt: Nämlich 278.

Suizid-Video in den Klassenchat gestellt

Porno-Sticker und GIFs seien auf dem Vormarsch, schreibt die Zürcher Oberjugendanwaltschaft in einer Mitteilung. Es würden aber auch seit Jahren dieselben Porno-Filmchen verschickt. Das zeige, dass das Internet nie vergesse. Am häufigsten verbreiteten die Jugendlichen die Bilder und Videos einfach weiter. Nur in jedem siebten Fall filmten sich die Jugendlichen selbst.

Auch Gewaltdarstellungen sind ein Problem. Dabei handelt es sich meistens um Videos «von einer Brutalität, die für Kinder und Jugendliche absolut ungeeignet sind», wie die Oberjugendanwaltschaft schreibt. 110 Jugendliche wurden 2019 verzeigt, etwa weil sie Videos von einem Suizid oder einer Tierquälerei in den Klassenchat stellten oder weiterschickten.

Eltern sind gefordert

Die Oberjugendanwaltschaft geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Es müsse damit gerechnet werden, dass viele Jugendliche mit Pornografie und Gewaltdarstellungen in Kontakt kämen.

Neben den Schulen und den Fachstellen seien insbesondere die Eltern gefordert. Sie sollen mit ihren Kindern über ihren Medienkonsum sprechen – auch über die verbotenen Filmchen.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Die Verantwortung über das Internetkonsumverhalten an Jugendliche und gar Kinder weiterzureichen, finde ich völlig daneben. Es wäre an allen, Eltern, Internetplattformenverantwortliche, Politiker und Lehrbeauftragten uam. dafür zu besorgt zu sein, dass diese "Giftschränke" gar nicht erst in die Hände aka Smartphones der nicht Volljährigen gelangen können. Wenn ich allerdings sehe, was bereits die Kleinsten tagtäglich im Internet konsumieren, um sie quasi ruhig zu stellen, dann graust es mich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Roger Suter  (roger.suter)
      Hm... soweit ich weiss, liegt die Erziehung der Kinder bei den Eltern und nicht bei Lehrpersonen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    „ Nur in jedem siebten Fall filmten sich die Jugendlichen selbst.“
    Nur? Das sind fast 15% (=1/7). Weniger als jede zehnte Anzeige aufgrund selbst produzierter (Kinder-)Pornographie.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Hat für mich etwas von Aktionismus. Ich mache mir weniger Sorgen darum, dass Jugendliche untereinander pornografischen Inhalt teilen, als um das Mobbing in den Sozialen Medien oder der Kontakt zu Verschwörungstheorien und Extremistenseiten, welche sie noch nicht durch eigene Erfahrungen und Wissen bewerten können. Mit den vermehrten Anzeigen möchte man die Jungen Leute schocken und quasi wach rütteln aber vermittelt dann: "Sexdarstellungen sind böse aber Jemanden zu Tode mobben, halb so schlimm"
    Ablehnen den Kommentar ablehnen