Felssturz im Kanton Uri «Für die Arbeiter ist die Situation sehr belastend»

Zwei Personen werden nach dem Felssturz im Gebiet Ruosalp in Unterschächen (UR) noch vermisst. Drei Fragen zum Stand der Bergungsarbeiten an Geologe Daniel Bieri.

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Suche noch zu gefährlich

2:05 min, aus Schweiz aktuell vom 12.10.2017

SRF News: Wie ist die momentane Lage?

Daniel Bieri: Im Moment befinden sich sechs Leute einer spezialisierten Felssicherungs-Firma in der Felswand und entfernen die losen Felsstücke oberhalb der verschütteten Stelle. Das Ziel ist, dass man später sicher nach den Vermissten suchen kann.

Wie lange wird es dauern, bis man die Verschütteten bergen kann?

Es hat einige instabile Stellen im Fels und wir rechnen mit einigen Tagen, bis wir die Situation so weit in den Griff bekommen, dass wir mit den Bergungsarbeiten beginnen können. Im Moment können wir nicht riskieren Leute unter die Abbruchstelle zu schicken. Für die Bergungsarbeiten rechnen wir mit mehreren Stunden oder gar einem ganzen Tag. Da ist das Risiko zu gross für die Retter.

Wie ist die Situation für die Leute im Einsatz?

Das ist eine belastende Situation für die Arbeiter. Sie wissen, dass da zwei Leute verschüttet sind und der Zeitdruck gross ist. Leider ist es so, dass die Hoffnung immer kleiner wird, je länger es dauert.

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Bildlegende: Der Felssturz in Unterschächen UR ereignete sich am Dienstag Nachmittag kurz vor 15:00 Uhr. SRF