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Legende: Audio BS ist nicht erstaunt, BL schon abspielen. Laufzeit 02:55 Minuten.
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 24.05.2019.
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Ernüchternde Ergebnisse Bei Mathe und Französisch hapert es in der Schule

Für den Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer ist das schlechte Abschneiden der Schülerinnen und Schüler aus Basel-Stadt unschön, aber nicht überraschend. «Als einziger Stadtkanton schweizweit schneiden wir oft schlecht ab bei solchen Studien», sagt Cramer gegenüber Radio SRF. «Der Vergleich mit anderen Kantonen ist schwierig weil wir eine ganz andere Struktur haben.»

Die Studie

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren untersuchte bei den Schülerinnen und Schülern zum ersten Mal die Grundkompetenzen bei den Sprachen und der Mathematik, welche im Jahr 2011 in den Bildungszielen festgelegt wurden. Getestet wurden 22'000 Schülerinnen und Schüler aus allen Kantonen.

Die Stichproben wurden zudem laut Cramer im alten Schulsystem vor der Harmonisierung gesammelt - mit zwei markanten Schulwechseln innerhalb der obligatorischen Schulzeit. Basel-Stadt werde jetzt keine wenig reflektierte Sofortmassnahmen treffen. «Wir wissen ja auch durch unsere Checks, dass die besten Schülerinnen und Schüler bei uns genau gleich gut sind wie im Rest der Nordwestschweiz», sagte Cramer.

Der Vergleich mit anderen Kantonen ist schwierig, weil wir eine ganz andere Struktur haben.
Autor: Conradin CramerErziehungsdirektor Basel-Stadt

Für den Erziehungsdirektor ist klar, dass Basel-Stadt den eingeschlagenen Weg der Förderung des sprachbewussten Unterrichts weitergehen will. Nur wer eine Mathe-Aufgabe verstehe, habe auch eine Chance, sie zu lösen, sagte Cramer. Er erachtet das sprachliche Verständnis der Aufgaben als elementar für deren Bearbeitung.

Unsere Erwartungen waren höher. Ich bin enttäuscht.
Autor: Monica GschwindBildungsdirektorin Baselland

Im Kanton Basel-Landschaft liegen die Ergebnisse in Deutsch im schweizerischen Durchschnitt, in Mathematik und Französisch aber deutlich darunter. Bildungsdirektorin Monica Gschwind beurteilt das Resultat der Studie für ihren Kanton als insgesamt «enttäuschend», wie Monica Gschwind sagte. Vom Ergebnis zeigt sich Gschwind «überrascht», weil frühere Studien nicht auf ein solches Resultat hingewiesen hätten. In anderen Erhebungen wie etwa der Pisa-Studie 2006 habe das Baselbieter Bildungswesen jeweils im Mittelfeld abgeschnitten.

Die Bildungs- und Kulturdirektion will die Ergebnisse der Studie zusammen mit dem Bildungsrat und den Schulen vertieft analysieren und Vorschläge für Massnahmen erarbeiten. Verschiedene Massnahmen sei aber bereits auf gutem Weg. Verwiesen wird unter anderem auf die Optimierung des Sprachenkonzepts und die unter Hochdruck laufende Evaluation weiterer Lehrmittel.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von B. Moser  (moser.b)
    Ich habe mal kurz (ca. 3 Jahre) in Basel gelebt, und mich erstaunt das Ergebnis leider nicht. Peinlich wird es aber erst, wenn man bedenkt das Bern (wenigste Mathematikstunden), als drittschlechtester Kanton in Mathematik, ca. 20% weniger Stunden hat als Basel. Und was ganz schlimm ist das BS abgeschlagen hinter allen Kantonen liegt, und BL ist auch schwach! Und die Ausrede wir haben halt viele Ausländer, ist auch schwach, dies hat Genf auch, und trotzdem ist man dort durchschnitt.
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  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    So so, die Basler Schulen haben andere Strukturen. Frägt sich nunwas damit gemeint ist. Die Struktur des Schulsystems oder die Struktur der Klassenzusammensetzung.
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  • Kommentar von Urs Böller  (Uboeller)
    Tipp an Frau Gschwind: Machen Sie bitte nicht den Fehler, aus diesen Resultaten überstürzte Massnahmen abzuleiten. Diese Checks sind eine absolute Frechheit, ein Verbrechen an der heranwachsenden Generation! (Vater einer 12jährigen Tochter, BL) Einzige Massnahme aus meiner Sicht: Checks und Bildungsmonitoring (was für ein Begriff, würg!) abschaffen!! Unsere Tochter geht gerne/ erfolgreich in die Schule, hat einen fantastischen Lehrer, aber diese Checks haben bei ihr zu einem Ablöscher geführt
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