Zum Inhalt springen

Rettung in Thailand Alle zwölf Buben und ihr Trainer gerettet

Legende: Video Alle Buben und der Trainer gerettet abspielen. Laufzeit 01:00 Minuten.
Aus SRF News vom 10.07.2018.
  • Die zwölf Spieler einer thailändischen Fussball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind alle aus der in Teilen überfluteten Höhle gerettet worden.
  • Laut der thailändischen Marine wurden die letzten fünf Eingeschlossenen in einem dritten stundenlangen Tauchereinsatz ins Freie gebracht.
  • Schon am Sonntag und am Montag war es Spezialtauchern gelungen, nacheinander je vier Jungen in Sicherheit zu bringen.
Regenschirme schirmen die letzten Buben ab, die gerettet sind und nun ins Spital geflogen werden.
Legende: Regenschirme schirmen die letzten Buben ab, die gerettet sind und nun ins Spital geflogen werden. Keystone

Das Drama um die in einer überschwemmten Höhle eingeschlossene Junior-Fussballgruppe in Thailand hat ein glückliches Ende gefunden: Rettungskräfte begleiteten die letzten der Eingeschlossenen am Dienstag ins Freie.

Dies gaben die thailändischen Sicherheitskräfte bekannt. Die zwölf Knaben und ihr Trainer seien allesamt «in Sicherheit», teilten sie mit.

Von Profis flankiert

Die letzten fünf Eingeschlossenen waren am Dienstag aus ihrem Zufluchtsort mehrere Kilometer im Höhleninnern befreit worden. Keines der Kinder hatte Erfahrung im Tauchen. Die Jungen wurden daher von Profitauchern ins Schlepptau genommen.

Die 13 waren am 23. Juni von ansteigenden Fluten in der Höhle überrascht worden und hatten sich tiefer im Höhleninnern in Sicherheit gebracht.

Auch vier Retter haben die Höhle verlassen

Als Ziel der letzten Rettungsaktion hatte Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn ausgegeben, bis zum Abend alle Eingeschlossenen herauszuholen. Wegen aufziehenden Regens sollten die Einsätze rasch abgeschlossen sein. Dieser drohte, die Höhle weiter zu überfluten.

Neben den noch Eingeschlossenen mussten auch vier Retter aus der Höhle geholt werden. Darunter war ein australischer Mediziner, der ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Ein Taucher gestorben

In den ersten zwei Rettungsaktionen war es dem internationalen Team von Spezialtauchern gelungen, acht Spieler der Junior-Fussballmannschaft ins Freie zu bringen. Laut der Gesundheitsbehörde sind die zuvor geretteten Kinder in guter körperlicher und mentaler Verfassung, müssen aber noch im Spital in Quarantäne bleiben.

Bei einer Rettungsmission am Freitag war ein Helfer ums Leben gekommen. Der Ex-Soldat der thailändischen Militäreinheit Navy Seal war ertrunken, als er als freiwilliger Helfer im Einsatz war. Der Mann wollte Sauerstoff in die Höhle bringen, auf dem Rückweg aus der Höhle hatte er selbst nicht mehr genug Sauerstoff.

Grafik zeigt Verlauf der Höhle in Thailand und weitere Fakten

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

29 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    In der CH müssten diese Knaben jetzt von einem Heer von Psychiatern wegen möglicher posttraumatischer Störungen währen jahren behandelt werden. In Thailand haben die Knaben vielleicht einfach etwas für ihr Leben gelernt! An andere Kommentareintrager: Man kann auch unsere REGA oder gerade überzählige andere Retter an das Mittelmeer schicken. Die Welt funktioniert so. Warum werden Unfälle an Matterhorn vermeldet während der Unfall des Bauern beim Stallausmisten nicht erwähnt wird?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    An zwei Personen hätte ich noch Fragen: 1.) Herr Infantino - dachten Sie wirklich, die nach langen Strapazen Geretteten wären gesundheitlich in der Lage, in wenigen Tagen zum WM-Final nach Moskau zu reisen? Oder war die Einladung nur als Werbegag gedacht? 2.) Mr Musk - haben Sie abgeklärt, ob ihr Mini-U-Boot durch die Höhlengänge gepasst hätte? Oder war das Angebot nur als Werbegag gedacht? - Den Rettern (in den Mikro-U-Booten, genannt "Taucheranzug") gebührt dagegen ein herzhaftes "Bravo"!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Harald Buchmann (Harald_Buchmann)
    Kann man diese Retter jetzt ans Mittelmeer schicken? Dort starben 300 Menschen in der gleichen Zeit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen