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Opfer des Klimawandels Kaiserpinguine vom Aussterben bedroht

  • Die Kaiserpinguine könnten einer neuen Studie zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts fast ausgestorben sein.
  • Dies, sofern die Erderwärmung mit dem gleichen Tempo voranschreitet.
  • Demnach würde die Zahl der Pinguine um 86 Prozent abnehmen.
  • Zu diesem Schluss kommt die Vogelexpertin Stephanie Jenouvrier von der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI).
Video
Aus dem Archiv: 1,5 Millionen Pinguine in der Antarkis
Aus Tagesschau vom 02.03.2018.
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Kaiserpinguine können bis zu 130 Zentimeter gross werden und leben in Kolonien auf dem Packeis in der Antarktis. Das Meereis dient den Pinguinen mitunter als Plattform, von der aus sie nach Nahrung tauchen, und als Fluchtort vor Feinden.

Es beeinflusst zudem die Krillmenge und ist daher wichtig für die Nahrungskette der Vögel. Packeis ist durch den Klimawandel allerdings immer stärker vom Schmelzen bedroht.

Verschiedene Szenarien denkbar

Das Team um Jenouvrier nutzte und entwickelte verschiedene Computermodelle zur Projektion der Zukunft des Packeises und der Kaiserpinguine. Ergebnis: Wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden kann – wie im Pariser Klimaabkommen vorgesehen – würden nur rund fünf Prozent des Packeises schmelzen und die Zahl der Pinguin-Kolonien um rund 19 Prozent sinken. Derzeit gebe es 54 bekannte Kolonien.

Wenn die Erderwärmung nur auf 2 Grad begrenzt werden kann, würden fast 15 Prozent des Packeises schmelzen und rund ein Drittel der derzeit existierenden Pinguin-Kolonien verschwinden.

Gehe die Erderwärmung aber so weiter wie derzeit, dann würde die Zahl der Kolonien um 80 Prozent sinken, die Zahl der Pinguine sogar um über 80 Prozent, schreiben die Forscher im Fachjournal «Global Change Biology» vom Donnerstag. «In diesem Szenario liefen die Pinguine effektiv ihrem Aussterben entgegen», sagte Jenouvrier.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Weltweit sterben Arten in Fauna+Flora jährlich zu Abertausenden aus, unzählige von ihnen still und leise, unbemerkt und unerkannt. Auch in der CH schmilzt die Artenvielfalt rasant, Insekten wie Sommervögel, Libellen, Heuschrecken, Wildbienen oder Amphibien, Reptilien, Vögel uvam. Viele davon kennt oder kannte man nicht, darum ist es so lange weiter nicht schlimm, besser gesagt, ist es den meisten Menschen schnorzegal, bis es ihnen selber ernsthaft an den Kragen geht, aber dann ist es zu spät.
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  • Kommentar von Ernst Richener  (Schmutz Fink)
    Wir,die Menschheit kann nicht einmal das Wetter für 3 Tage voraussagen!
    Aber Sie meint Sie kann das Klima für 80 Jahre voraussagen!
    Wir wir uns tagtäglich überschätzen!
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    1. Antwort von Fabian Tudor  (Fatu)
      Und wenn man den Unterschied zwischen Wetter und Klima nicht kennt, so überschätzt man sich ganz schön selbst...
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    2. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Herr Richner, ganz Ihrer Meinung. Klima und Wetter ist natürlich nicht dasselbe (@Tudor) aber beides wird mit menschgemachten Computermodellen berechnet die mit unzähligen Messdaten und Annahmen gefüttert werden. Beim Wetter ist man häufig nicht in der Lage genaue Vorhersagen zu machen. Aber beim Klima soll das plötzlich funktionieren? Sehr fragwürdig!
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    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      In welcher Hinsicht überschätz man sich dann Herr Tudor?
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  • Kommentar von Andi Capul  (intressierter)
    Wenn der Pinguin von der Erde gehen muss, so bleibt etwas Kot zurück. Wenn es für uns unangenehm wird, so bleibt eine zugemüllte, verstrahlte, vergiftete und leblose Erde zurück...
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