Nachbeben in Nepal

  • Samstag, 17. Juni 2017, 9:08 Uhr
Sendetermine
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    • Samstag, 17. Juni 2017, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 17. Juni 2017, 11:33 Uhr, Radio SRF 4 News
    • Samstag, 17. Juni 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
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Das Erdbeben dauerte keine zwei Minuten, verschob den Mount Everest um drei Zentimeter, Kathmandu um anderthalb Meter. Knapp 9000 Menschen starben, über 20'000 wurden verletzt. Das war der Beginn des Desasters. Noch heute kämpft Nepal mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Nachbeben.

Für den Wiederaufbau fehlen Arbeitskräfte. Fast jeder sechste Nepali arbeitet im Ausland. Die meisten bauen an Wolkenkratzern in den Golfstaaten.
Bildlegende: Für den Wiederaufbau fehlen Arbeitskräfte. Fast jeder sechste Nepali arbeitet im Ausland. Die meisten bauen an Wolkenkratzern in den Golfstaaten. SRF. Thomas Gutersohn

Denn obschon die Regierung hehre Ziele hat die Häuser erdbebensicher wieder aufzubauen, verläuft die Verteilung der Gelder nicht reibungslos. Es fehlen aber auch Arbeitskräfte: Viele junge Nepali sind im Ausland, in Malaysia und oft in den Golfstaaten, auf Grossbaustellen engagiert. Nepal ist auf deren Überweisungen angewiesen, sie sind eine wichtige Einnahmequelle. Aber die jungen Bauarbeiter im Ausland würden jetzt auch zu Hause gebraucht. Viele, die ihr Haus verloren haben, leben darum auch zwei Jahre danach in provisorischen Wellblechhütten.

Die Politik konnte sich nach dem Erdbeben nach jahrelangem Gezerre überraschend auf eine neue Verfassung einigen. Doch das riss alte soziale Gräben wieder auf, welche das Land in eine Wirtschaftskrise stürzten und vielleicht auch in eine politische. Denn bis Januar nächsten Jahren muss auf drei verschiedenen Ebenen gewählt werden. Ein ambitiöses Vorhaben, in einem Land in dem neben dem Wiederaufbau vieles länger geht als ursprünglich geplant.

Autor/in: Thomas Gutersohn, Redaktion: Martin Durrer