Abstimmung Moutier Berner Regierung bedauert den Entscheid

Bildlegende:Moutier liegt an der Grenze zwischen dem Kanton Jura und dem Kanton Bern. srf

Der Entscheid bedeute das Ende der Jurafrage, betonte Regierungspräsident Bernhard Pulver am Sonntagabend vor den Medien in Moutier. Einzig noch die beiden Gemeindeabstimmungen in Sorvilier und Belprahon blieben noch bis zu den jeweiligen Abstimmungen im September offen.

Kantonszugehörigkeit Moutier Auf / Zuklappen

Moutier: Volksabstimmung über die Kantonszugehörigkeit

JA-Stimmen absolut: (2'067 Stimmen)
NEIN-Stimmen absolut: (1'930 Stimmen)
JA-Stimmen relativ: 51.7%
NEIN-Stimmen relativ: 48.3%

Minderheit pflegen

Mit dem Entscheid von heute werde ein schmerzhaftes Kapitel bernischer Geschichte geschlossen, führte Pulver aus. Die Berner Regierung habe sich für einen offenen und respektvollen Dialog eingesetzt.

Pulver betonte weiter, dass sich Bern weiterhin für die französischsprachige Minderheit im Berner Jura einsetzen werde. «Bern ist zweisprachig und hat auch weiterhin eine starke welsche Identität», sagte Pulver.

Neuhaus bedauert «Mouxit»

Vor einem Jahr habe in Grossbritannien eine kleine Mehrheit für den Brexit gestimmt, rief Neuhaus in Erinnerung. «Heute haben wir so etwas wie einen Mouxit.» Der Entscheid sei traurig, aber «die Demokratie hat gesprochen».

Nach der Abstimmung geht es nun darum, den Wechsel von Moutier und allenfalls von Belprahon und Sorvilier, in einem Vertrag zu regeln. Das dürfte wohl nicht in ein paar Monaten geschehen, betonte Pulver. Der Regierungspräsident rechnet aufgrund der Erfahrungen mit den Kantonswechseln von Vellerat oder dem Laufental mit mehreren Jahren.