Art Basel Das war die Art: teuer, sinnlich und überraschend

Hunderte Werke wechselten an der Art die Besitzer, einzelne für über 15 Millionen Euro. Die Art sprengte noch andere Dimensionen.

Kunstwerk mit unzähligen Armen füllt den Ausstellungsplatz in einer grossen Halle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Überdimensionierter Kunst sind an der Unlimited-Ausstellung fast keine Grenzen gesetzt: «Blue Star Linz» von Otto Piene. Keystone

Die bedeutendste Kunstmesse der Welt ging am Sonntag zu Ende. Nach Angaben der Veranstalter mit aussergewöhnlich starken Verkäufen. «Wir hatten die erfolgreichste Art Basel aller Zeiten», zitiert die Messe die Galeristen Dominique Lévy aus New York und Marc Payot aus Zürich.

Das Griff ins grosse kleine Portemonnaie

In den sechs Tagen wechselten hunderte Kunstwerke den Besitzer, einzelne Werke mit einem Wert von bis zu 15 Millionen Euro. Ein Gesamtergebnis gibt die Messeleitung nicht bekannt. Nicht alle Galerien melden ihre Verkäufe.

Die Kunstliebhaber griffen für die ausgestellten Werke tief in die Tasche. Tief ist jedoch relativ. Es gab auch Kunst für das «kleine Portemonnaie», wie ein Rundgang vor Ort zeigte:

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Gibt es an der Kunstmesse auch Schnäppchen für Normalverdiener?

1:02 min, vom 15.6.2017

Zum Glück geht es in der Kunst nicht nur um Geld. Eine sinnliche Dimension der Kunst präsentierte ein indischer Künstler gleich zum Auftakt der Art – als Koch.

Hinschauen lohnt sich

Wenn sich die Kunstwelt in Basel trifft, gehören Sein und Schein dazu wie das Sägemehl zum Zirkus. Dennoch lohnte sich der Blick für die Details, damit die Tiefe im Trubel des Kunstzirkus' nicht ganz verloren geht.

Insgesamt kamen rund 95'000 Besucher aus mehr als 100 Ländern nach Basel. Fast 300 Galerien präsentierten Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Installationen von rund 4000 Künstlern. Besonders viel Kunst aus der Schweiz entdeckte, wer die «kleinen Schwester» der Art besuchte, die Liste:

Ob diese Jungkünstler nun die grosse Karriere machen? Nächstes Jahr wissen wir vielleicht mehr. Denn nach der Art ist vor der Art.

Wer es nicht mehr rechtzeitig an die diesjährige Ausgabe der Art geschafft hat, kann sich in unserem Facebook-Album umblicken. In aller Ruhe – und in 360 Grad.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kulturnachrichten, 19.6.2017, 6 Uhr.